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26. Juni 2012 16:48 Uhr

Rektorin Gisela Sütterlin geht mit etwas Wehmut

Egringer Schule ist "Paradies auf Erden"

Nach 20 Jahren als Rektorin der Grundschule Egringen verabschiedet sich Gisela Sütterlin nun in den Ruhestand.

  1. Foto: Reinhard Cremer

Zwar gehe sie freiwillig – vor der endgültigen Pension nimmt sie ein sogenanntes Freistellungsjahr – doch spüre sie nach all den Jahren schon Wehmut, meint sie. "Es war eine tolle Zeit", stellt sie rückblickend fest, in der sie fast nur Freude erlebt habe.

Bereits seit dem zwölften Lebensjahr sei der Beruf der Lehrerin ihr Traumberuf gewesen, erzählt Gisela Sütterlin. Nach Realschule und Aufbaugymnasium besuchte sie die Pädagogische Hochschule, damals noch in Lörrach, die sie in jugendlichem Alter von 21 Jahren beendete. Ihre erste Station als Lehrerin war die Förderschule in Weil am Rhein, wo die Schüler nur wenig jünger als ihre Referendarin waren. In Egringen habe sie allerdings "das Paradies auf Erden" gefunden, bestätigt die Pädagogin, die in den vergangenen Jahren Sport und Französisch unterrichtete. Gerade der Sportunterricht habe ihr tolle Erlebnisse mit aktiven Kindern vermittelt.

Überhaupt die Kinder: Das Verhalten der Kinder in puncto Selbstbewusstsein habe sich um einiges zum Positiven entwickelt, auch brächten sie aufgrund des überall verfügbaren Internetzuganges eine erweiterte Wissensbasis mit in die Schule, jedoch habe es in der Grundschule Egringen so gut wie nie Verhaltensauffälligkeiten gegeben, wie sie an Schulen mit problematischem Einzugsgebiet heute häufiger auftreten.

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In ihrer bisher nicht allzu üppig bemessenen Freizeit hat die in Schallbach lebende Mutter eines erwachsenen Kindes gerne Wanderungen mit Ehemann und Hund unternommen. Erholung habe sie bei der Gartenarbeit gefunden: "Da wird der Kopf wieder frei!" Frei haben muss sie ihren Kopf auch für die Arbeit im Schallbacher Gemeinderat, dem sie seit 18 Jahren angehört, davon seit 1999 als zweite stellvertretende Bürgermeisterin. Für den August haben sie und ihr erstmal Mann eine Hurtigroutenreise entlang der norwegischen Küste gebucht.

Das Schulhaus wird dieses Jahr 50 Jahre alt, auf ein Fest aus diesem Anlass haben sich Schulleitung und Ortschaftsrat indes nicht verständigen können. Gefeiert wird dennoch. Zum einen Gisela Sütterlins Abschied – am Freitag, 29. Juni, um 18 Uhr im Rathaussaal mit geladenen Gästen – unter ihnen die Ortsvorsteher der Teilorte, deren Kinder die Egringer Grundschule besuchen. Tags darauf, am Samstag, findet von 10.30 Uhr bis 16 Uhr ein Schulfest rund um das Schulhaus statt. Die Schüler haben noch eine besondere Aufführung mit allen Klassen vorbereitet. Diese wird im Rahmen der Verabschiedung der Rektorin am Freitag sowie am Schulfestsamstag um 10.30 Uhr zu sehen sein. Und wer nicht dabei sein kann, der hat am Donnerstag, 28. Juni, 10 Uhr, die Möglichkeit, sich die Generalprobe anzuschauen.

Autor: cre


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