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23. November 2009
Ein gelungener Akzent
Zuhörer erlebten in Wintersweiler ein begeisterndes Konzert
WINTERSWEILER (cre). War das Jubiläumsjahr in Wintersweiler bis jetzt schon reich an Höhepunkten, gelang zum Ende des Jahres noch ein ganz besonderer musikalischer Akzent. In der übervollen Kirche in Wintersweiler wurde den Bürgern und ihren Gästen dieses Konzert als Dankeschön und Geschenk geboten, wie es Hansjörg Obermeier, Vorsitzender des Gesangvereins "Harmonie", in seiner Begrüßung formulierte.
Speziell für diesen Abend hatten sich unter der Leitung von Marion Koch zahlreiche Kinder aus Wintersweiler zu einem Chor zusammengefunden. Zwei Lieder hatten sie einstudiert, die die Kleinen mit den Aktiven des Männerchores ganz begeistert sangen. Der Gesangverein verzichtete für dieses Konzert auf das übliche Rhein-und-Wein-Repertoire. Dennoch mussten die Besucher nicht auf Standards wie "Mi Dorf" oder "Des Jägers Abschied" verzichten. Das Gros der Lieder war von ruhiger bis besinnlicher Natur. Franz Schubert und Felix Mendelssohn Bartholdy waren als Komponisten ebenso vertreten wie der Linzer Musikpädagoge Wilhelm Heinrichs (1914 – 1995), der für seinen Beitrag zur Völkerverständigung durch die Musik gar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.
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Der Bariton Karl-Heinz Hege war gleich mehrfach als Solist zu hören, er ist nicht Mitglied des Chores, war aber zu jeder Probe von seinem Wohnort Kandern nach Wintersweiler gekommen. Helmut Schwitalla leitete den Gesangverein wie gewohnt sicher durch das Konzert. Sehr ausdrucksstark gelang den Sängern der Block mit dem Loblied "Sanctus", dem kräftigen "Hymnus" sowie dem ruhigen "Jerusalem". Unbestrittener Höhepunkt des Abends waren jedoch die Auftritte der jungen Sopranistin Maria Nikolescu. Gemeinsam mit der sie am Piano begleitenden Sylke Mehnert gelang es ihr ein ums andere Mal, das Publikum zu begeistern. Ob in Griegs "Solveigs Lied" oder der beschwingten Arie der Marcellina aus Rossinis Barbier von Sevilla – erst recht mit der "Nachtigall" von Alabiev – stets war sie präsent und sauber auch in den höchsten Höhen. Einen tiefen Eindruck hinterließ die 22-jährige Sprachstudentin mit ihren Vorträgen von Johann Sebastian Bachs "Ave Maria" und dem "Ave Verum" von Wolfgang Amadeus Mozart. Besucher und Akteure ließen bei einem gemütlichen Beisammensein im Rathaus das gelungene Konzert noch lange ausklingen.
Autor: cre
