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08. Februar 2012
Der Austausch blieb aus
EIN WORT DAZU: Enttäuschte Hoffnungen
Die Hoffnung von Heike Hauk, jeder Teilnehmer der Podiumsdiskussion zur geplanten Kalkabbauerweiterung würde fragen, was ihm am Herzen liege, wurde am Montagabend nicht erfüllt. Warum nicht? Woran lag es, dass es nicht zum erhofften Austausch des Für und Wider, nicht zum Bemühen um Fakten und Erkenntnisse kam? Dass letztlich nicht Fragen dominierten, sondern Stellungnahmen, und zwar diejenigen von Mitarbeitern des Kalkwerks? Ganz klar: Die Betriebsangehörigen sorgen sich um ihren Arbeitsplatz und es ist ihr gutes Recht, dafür einzutreten … Nur kam an dem Abend irgendwann der Punkt, wo selbst mancher Kalkwerksbefürworter das Gefühl hatte: Das ist jetzt des Guten zuviel. Wobei man fairerweise sagen muss, dass die Steuerung von Diskussionsbeiträgen eigentlich Aufgabe des Moderators gewesen wäre. Doch dieser, Josha Frey, ließ reden. Erst zum Schluss, da rannte bereits die Zeit davon, mahnte er die Redner, sich doch auf eine Frage zu beschränken. Am Ende blieb für viele Zuhörer das frustrierende Gefühl, nicht viel Neues erfahren zu haben, und das Rätsel, warum sich so wenige Gegnern der Erweiterungspläne zu Wort meldeten? Verließen sie sich auf den Bürgersprecher Reiner Pach? Oder waren sie schon durch Bürgermeister Fürstenbergers Vorstoß beruhigt, das Kalkwerk solle seinen Erweiterungswunsch reduzieren? Eine Schlussfolgerung legt die Veranstaltung allerdings nahe: Dass das Thema Steinbruch weit weniger Bürgern auf den Nägeln brennt, als mancher Befürworter oder Gegner bisher glauben mochte. Zieht man von der Zuhörerzahl die Zahl der Werksmitarbeiter, ihrer Angehöriger, Gemeinderäte, Verwaltungsmitarbeiter und Besucher aus Nachbargemeinden ab, so blieben vielleicht gerade 100 Bürger übrig. Da darf man sich schon fragen, wie für einen Bürgerentscheid die nötige Zahl von mehr als 1500 Bürgern gewonnen werden sollen.
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Autor: Victoria Langelott
