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16. November 2009 17:37 Uhr
Der Musikverein Istein überzeugt
Gekonnter Mix von Haydn bis Scorpions
Um es vorwegzunehmen: Das Kirchenkonzert des Musikvereins Istein war wieder ein voller Erfolg. Mit einem anspruchsvollen Mix aus klassischen Werken bis hin zum populären Welthit der Scorpions "Wind of Change" wusste das Blasorchester mehr als nur zu gefallen.
Nicht das wichtigste, jedoch ein wesentliches Detail zur Abrundung der Veranstaltung war das erneut sehr informativ gestaltete Programm-Faltblatt. Über die reine Titelauflistung hinaus wurden dem Besucher darin weitere Informationen zu den Werken und ihren Komponisten gegeben. Den Rest besorgte der Vorsitzende des Musikvereins, Thomas Schmid, als Moderator in bewährter Art.
Mit "Andante Religioso" von Felix Mendelssohn Bartholdy eröffnete das Orchester unter der Leitung von Thomas Moritz den Abend. Der Geburtstag des Komponisten jährt sich in diesem Jahr zum 200. Mal. Sein Kollege Georg Friedrich Händel starb bereits 50 Jahre davor. Mit dessen "Feuerwerksmusik" gelang dem Isteiner Orchester eine das Publikum begeisternde Aufführung. Gleich darauf folgte das nächste Highlight mit dem Trompetenkonzert Es-Dur von Joseph Haydn. Virtuos brillierte Jörg Hofmann mit präzisen Trillern und Klarheit auch in höchsten Höhen.
Als nicht im Programmheft angegebene Überraschung folgte das ebenfalls von Haydn komponierte "Kaiserquartett" – ohne Text. Mit diesem, geschrieben von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, wurde es zur Deutschen Nationalhymne. In "Askania" von Klaus P. Buchmann wird das wilde Leben auf einer Burg der Askanier in Sachsen beschrieben. Eine Gelegenheit für die Musiker, sich richtig ins (Zaum-)Zeug zu legen. Mit "First Suite in Es" von Gustav Holst und "Imagasy", einer Wortschöpfung aus "imagination" und "fantasy", von Thiemo Krass präsentierte das Orchester drei Originalkompositionen für Blasorchester.
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Eine besondere Einlage gelang den Musikern mit der Interpretation des Welthits "Wind of Change". Statt des dazugehörigen Gesangs sprach Thomas Schmid den Text – auf Deutsch. Die Zuhörer erlebten so die Uraufführung der "MVI-Lyrics" (analog zu SWR 1). Dazu wurde das Licht gedimmt. Bewundernswert, an welch zum Teil schwierige Stücke sich das nicht gerade in großer Besetzung spielende Ensemble immer wieder erfolgreich wagt. Das Publikum dankte mit viel Applaus.
Autor: cre
