Jahrgangsprobe der neuen Art in Efringen-Kirchen

Lounge-Gefühl im Innenhof der Bezirkskellerei

Jutta Schütz

Von Jutta Schütz

So, 25. Juni 2017 um 16:31 Uhr

Efringen-Kirchen

Bei der Jahrgangsprobe innerhalb der Veranstaltung "Nagelneu und aufgedreht" ging es locker "chillig" zu – das Konzept kam bei Jungen wie Älteren bestens an.

Lounge-Gefühl im Innenhof der Bezirkskellerei Markgräflerland (BKM). Bei der Jahrgangsprobe innerhalb der Veranstaltung "Nagelneu und aufgedreht" ging es locker "chillig" zu – das Konzept kam bei Jungen wie Älteren bestens an.

Holzpaletten als Tische und als Unterlage für große Sitzpolster, Fässer als Bistrotische beziehungsweise als Umrahmung für ein Schwedenfeuer, eine Theke, die mit ihrem schwarz bespannten Hintergrund schon als angesagte Bar wirkte, und Food-Trucks, die von Pizza über Burger und Pastrami bis hin zum Crêpe alles boten – dazu moderne Lounge-Klänge im Hintergrund: Es war eine völlig andere Jahrgangsprobe als bisher von der Bezirkskellerei Markgräflerland gewohnt. "Da hat sich der neue Chef aber wirklich was einfallen lassen, super, das ist was für alle Altersgruppen, man kann überall gemütlich sitzen, hat trotzdem Tische, und man kann sogar fast eine Liegeposition einnehmen, wenn man die Wand im Rücken hat", sammelte eine Gruppe junger und älterer Weintrinker aus Efringen-Kirchen ihre Eindrücke. Richtig toll fand es auch die große Gruppe von Besuchern am "international table" – dem internationalen Tisch mit Deutschen, Schotten, Engländern und Schweden, die sich in einer Gruppe rund um einen der klassischen Gartentische mit ebenso klassischen Gartenstühlen versammelt hatten und die sich lebhaft auf Deutsch und Englisch über verschiedene Weine austauschten.

Die neue Weinlinie "Markgräfler" erfuhr bei den Verkostern viel Lob, davon insbesondere Weißherbst und Grauburgunder, die neben Sekt noch vor dem klassischen Markgräfler Gutedel die Lieblinge des jüngeren Publikums waren, wie auch beim Ausschank zu erfahren war.

Die Weinstationen im kühlen Keller, wo die Gäste die Jahrgangsweine der BKM sowie Weine der ältesten Winzergenossenschaft der Welt, der WG Mayschoß-Altenahr, die mit ihrem Vertriebsleiter Rudolf Stodden vor Ort war, verkosten konnten, waren sehr gut besucht.

"Ich muss sagen, dass das Konzept, eine andere deutsche WG einzuladen, mit der Möglichkeit, deren wirklich hervorragende Weine zu probieren, sehr positiv ist – wo bekommt man schon die Gelegenheit, tolle Weine aus dem Markgräflerland und einem ganz anderen Teil Deutschlands gleichzeitig zu verkosten", fand Rene Eichacker aus Blansingen zum Kopfnicken seiner Banknachbarn.

Beim Geschäftsführer der BKM, Hagen Rüdlin, kam das Lob an, was diesen sehr freute. "Es zeigt sich, dass Idee und Konzept der Veranstaltung gut gewählt sind, wir brauchen uns von der Qualität unserer Weine her bestimmt nicht zu verstecken und zeigen überdies zusammen mit unseren Gästen von der Ahr, was Winzergenossenschaften können", stellte Rüdlin fest. "Wir sind jetzt schon gespannt auf die Winzergenossenschaft, die die BKM im nächsten Jahr einladen wird", meinten Gäste aus Weil am Rhein.