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16. Dezember 2016

Mitstreiter für Straßengestaltung gesucht

SPD macht Fortgang in Sachen Hauptstraße von Unterstützung abhängig / Kandidaten stellen sich vor.

  1. SPD-Vorsitzender Armin Schweizer umgeben von treuen Genossinnen: Schriftführerin Helga Meier (rechts) und Inge Schweizer tragen seit zehn Jahren das Parteibuch. Foto: Schopferer

EFRINGEN-KIRCHEN (mfs). Diskussionsreiche Mitgliederversammlung der Orts-SPD im Salzfass in Efringen-Kirchen: Die Planung zur Neugestaltung der Haupt- und Bahnhofstraße in Efringen-Kirchen will man vorantreiben. Zudem hat man zwei junge Nachwuchspolitiker politisch auf Herz und Nieren geprüft. Bei der Versammlung stellten sich die beiden Kandidaten um das Direktmandat der Parteiliste zur Bundestagswahl vor: der 19-jährige Hartheimer Patrik Schnell und der 31-jährige Maulburger Jonas Hoffmann.

Überaus offen diskutierten die örtlichen Genossen mit den beiden Kandidaten. Vornehme Höflichkeit wich einer überaus neugierigen Offenheit. Wer steht wo in Fragen der Flüchtlingspolitik und sozialen Gerechtigkeit, der doppelten Staatsangehörigkeit oder in der Rentenfrage. Und warum sollten junge Wähler überhaupt ihre Stimme der SPD geben? Konkrete Fragen, die beide Kandidaten so nicht erwarten hatten. Überaus wortgewandt antworteten sie, allerdings nicht immer in der erhofften Detailschärfe.

Spannend wird es dann am 21. Januar, wenn beide Kandidaten sich den Delegierten beim Nominierungsparteitag in der Isteiner Halle den Genossen zur Wahl stellen. Dann wird entschieden, wer der sozialdemokratische Hoffnungsträger bei der anstehenden Bundestagswahl für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim sein wird und folglich gegen den derzeitigen CDU-Direktkandidaten Armin Schuster antreten soll. Was für die Neulinge schwer sein wird, zumal Armin Schuster gut im Sattel sitzt.

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Für beide sich um das Mandat bewerbende Genossen ist aber auch klar, dass sie, sollten sie als Kandidat aufgestellt werden und nicht zum Zug kommen, bei der nächsten Bundestagswahl 2021 erneut antreten. Spätestens dann will man mit einer ordentlichen Portion an politischer Erfahrung versuchen, der CDU das Direktmandat abzuluchsen.

Schon bald wird sich auch zeigen, ob die Orts-SPD weiter an den Plänen für eine städtebauliche Sanierung der Haupt- und Bahnhofstraße festhalten wird. "Wir haben viel Zeit und Energie investiert", sagte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Armin Schweizer. Er machte aber deutlich, dass – sollten sich die Anwohner und Geschäftsleute nicht am Ideenprozess beteiligen – man das Vorhaben auch beerdigen werde. Gerne würde man einen Wettbewerb unter Städteplanern und ein Preisgeld zwischen 5 000 und 10 000 Euro ausschreiben. Landtagsabgeordneter Stickelberger fühle deshalb wohl auch schon bei der Landesregierung vor, ob eine Förderung des Preisgeldes möglich ist. Auch die Europäische Union käme als Sponsorin in Frage, so Schweizer. Zunächst will man allerdings nochmals am Entwicklungsprozess interessierte Bürger zu einem Treffen einladen. "Es wäre schade, wenn wir erst reagieren, weil das Ortszentrum bereits im Sterben liegt", unterstrich Schweizer den Handlungsbedarf, den er sieht.

Ehrung: Für zehnjährige Mitgliedschaft in der SPD wurden Helga Meier und Inge Schweizer geehrt.

Autor: mfs