Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

10. Februar 2012

Musikverein bestreitet 132 Anlässe

Photovoltaikanlage bringt gute Einnahmen / Thomas Schmid möchte 2013 den Vorsitz abgeben.

  1. Die bei den Wahlen bestätigte Spitze des Musikvereins Istein mit (von links): Stephan Windmüller, Thomas Schmid, Anna Rühl, Ralf Kaiser, Birger Stächele und Stephan Jourdan Foto: schopferer

ISTEIN. Steigende Besucherzahlen bei den Konzerten und ein stetig wachsendes musikalisches Niveau – der Isteiner Musikverein blickte bei seiner Generalversammlung kürzlich auf ein perfektes und arbeitsreiches Jahr zurück. Ein Wermutstropfen: Vorsitzender Thomas Schmid kündigte überraschend seinen möglichen Rücktritt fürs Jahr 2013 an.

Seit Jahren nun steht Thomas Schmid schon den Musikern vor und für viele gilt er schlicht als "Mister Musikverein". Umso weniger konnte man sich seinen Rücktritt vorstellen, wobei die Entscheidung auch noch nicht definitiv ist. Es sei immer etwas schwierig, ein Jahr in die Zukunft zu blicken. Doch nach dem jetzigen Stand "wird das meine letzte Amtszeit sein", sagte Schmid. Er machte deutlich, dass es für ihn einfach sehr schwer sei, Beruf, Privatleben und Termine, die der Verein mit sich bringt, in Einklang zu bringen. "Der gesamten Vorstandschaft sage ich ein großes und herzliches Dankeschön für die spitze Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Es ist wirklich eine Freude und macht unheimlich Spaß mit euch", sagte Schmid in seinem Rückblick.

Werbung


Satte 18 Auftritte im Ort und bei befreundeten Vereinen hatte man 2011 zu stemmen, dafür waren 55 Probentermine notwendig, bei denen man einen durchschnittlichen Besuch von 79,5 Prozent erreichte, berichtete Thomas Schmid. Zudem organisierte man ein Fest, bewirtete dreimal, hielt zahlreiche Sitzungen ab und besuchte gleich 27 Jubilare. Insgesamt zeigte der Musikverein so an beachtlichen 132 Anlässen Präsenz. Höhepunkte des Jahres waren wieder das Kirchenkonzert, das auf eine stetig wachsende Besucherresonanz stößt, und das von den Besuchern gefeierte Jahreskonzert in der Halle. Bewährt habe sich dabei das neue Konzept mit einem Schwerpunkt auf Soli in der zweiten Programmhälfte, nicht viele Vereine könnten auf solch einen professionellen Musikerstamm zurückgreifen, war man stolz.

Nicht ganz so erfolgreich lief das Konzert der "Wilden Engel", mit dem man 2010 gute Einnahmen erzielt hatte. Doch diesmal strömten keine Besuchermassen. "Die Veranstaltung war wenig bis gar nicht rentabel", sagte Schmid und sprach von "einem kleinen Desaster", das auch für den negativen Abschluss des Kassenbestandes verantwortlich sei. Zum Glück kann der Förderverein auf Einnahmen der im Jahre 2010 errichtete Photovoltaikanlage zurückgreifen, die bislang über den Erwartungen Erträge erwirtschaftet, "was uns sehr freut", so Schmid. Kassierer Ralf Kaiser hatte dann auch noch einen unkonventionellen Vorschlag, wie man Einnahmen generieren könnte. Für Konzerte habe man hohe Ausgaben bei Noten, allein die Rechte für "Lord of the Rings" hätten 154 Euro gekostet. Vielleicht fänden sich ja dafür ja künftig einzelne Sponsoren, die dann namentlich im Programmheft aufgeführt werden könnten, so die Idee.

Wahl: Thomas Schmid bleibt Vorsitzender, Notenwart, Vizedirigent, Stephan Windmüller Orchestervorstand, Ralf Kaiser Kassierer, Stephan Jourdan Schriftführer, Anna Rühl Jugendvorstand, Birger Stächele Instrumenten- und Uniformwart. Die Musikkommission bilden Thomas Schmid, Dirigent Thomas Moritz, Ottmar Trimpin, Ralf Kaiser, Birger Stächele und neu Thomas Klinke für Martina Reinauer, die nach 15 Jahren ausschied.

Mitgliederzahl: 29 Aktive

Autor: Marco Schopferer