Neue Parkordnung sorgt für Unmut

Marco Schopferer

Von Marco Schopferer

Mi, 15. November 2017

Efringen-Kirchen

Anlieger in der Basler Straße fühlen sich vor vollendete Tatsache gestellt / Verwaltung verteidigt ihr Handeln.

EFRINGEN-KIRCHEN. Die im Zentralort neu eingerichtete Parkzone in der Basler Straße zwischen dem Gasthaus "Anker" und der Kreuzung Landstraße/Hauptstraße sorgt für Unmut. Im Gemeinderat brachte Bernd Münkel den Ärger mancher Anwohner zur Sprache.

Der FDP/Freie Bürger-Gemeinderat wunderte sich, wie ohne jegliche Ankündigung in Kirchen plötzlich ein großer Teil der Basler Straße in eine Parkverbotszone umgewandelt werden konnte. Erlaubt ist hier seit letzter Woche nur noch das Parken innerhalb markierter Flächen. Seit einigen Tagen wirkt der betroffene Streckenabschnitt der Basler Straße zwar ungewohnt aufgeräumt, doch sorgte die Maßnahme wohl bereits für vereinzelt geharnischten Protesten aus der Bevölkerung, war aus der Rathausverwaltung zu erfahren.

Bernd Münkel ärgerte sich, dass der Gemeinderat, oder zumindest ortskundige Ratsmitglieder, mit der Thematik nicht vorab befasst waren, und wollte wissen, wie die Verwaltung die Parkzone denn überhaupt so lautlos aufgleisen konnte, wo es doch schon seit drei oder vier Jahren keine Verkehrsschau mehr gegeben habe? Hauptamtsleiter Clemens Pfahler verteidigte den Verfahrensablauf. Er verwies darauf, dass das Landratsamt keine Verkehrsschauen mehr vornehme, und man bei der Kreisbehörde auf Einzelfallentscheidungen setze, wenn die Gemeinde auf die Verkehrsbehörde mit Problemen zukomme.

Da sowohl die SWEG als Buslinienbetreiber als auch Notfalleinsatzkräfte die Parksituation in der Basler Straße bemängelten, habe die Gemeinde eine Parkverbotszone vorgeschlagen. Denn immer wieder habe es für den Linienbus kein Durchkommen gegeben, was Anwohner durchaus bestätigen können. Das Landratsamt habe deshalb nach Prüfung die Einrichtung einer Parkverbotszone befürwortet.

Und wer habe die Anordnung der Parkfelder zu verantworten?, hakte Münkel nach. "Wir haben ein Planungsbüro mit der Ausarbeitung beauftragt", erklärte Bauamtsleiter Siegfried Kurz. Hofeinfahrten wurden berücksichtigt, und auch gewisse Ausweichflächen, damit sich Busse und Kraftfahrzeuge begegnen können, so Pfahler.

Dass sich Bürger über die Anordnung der markierten Parkflächen beschwerten, ist für Münkel nachvollziehbar. Es fehlte die Ortskenntnis beim Anbringen der Parkplatzmarkierungen, so die Kritik von Münkel. "Manche Parkstandorte sind ungünstig gewählt", bilanzierte das Ratsmitglied. Sein Fazit: "Jetzt ist es für Korrekturen zu spät, es wurden für eine gewisse Zeit Fakten geschaffen. Das ist nicht glücklich gelaufen", ärgerte er sich.