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21. März 2017

Sänger ziehen positive Bilanz

Dirigent wünscht sich in Efringen-Kirchen mehr Publikum / Förderkreis soll mehr Geld beisteuern.

  1. Kurt Bachmann (zweiter von rechts) ist seit 40 Jahren passives Mitglied des Sängerbunds und wurde nun zum Ehrenmitglied ernannt. Gratuliert hat ihm die Vereinsspitze mit (von links): Hanna Brödlin, Regine Kullen, Ruth Buck, Lothar Geiß, Gerda Geiß, Reinhard Knorr und Heinz Welker Foto: Schopferer

EFRINGEN-KIRCHEN. Der Sängerbund Efringen-Kirchen singt sich von Erfolg zu Erfolg und blickte bei seiner Generalversammlung im TuS-Vereinsheim am Freitag selbstbewusst auf ein überaus aktives Vereinsjahr zurück. Gleich 58-mal trafen sich die Sängerinnen und Sänger zu Chorproben, bereiteten sich so auf zehn Auftritte vor, bei denen das stattliche Repertoire von 63 Liedern zum Besten gegeben wurde.

Höhepunkte des Vereinsjahres waren das Konzert "Va pensiero" im November mit Melodien aus Oper und Operette und das Chorprojekt "Viva la musica" vom Februar. Auch bei "Lörrach singt" ist der Chor stets mit dabei, nicht zuletzt wegen der einzigartigen Atmosphäre, so Vorsitzender Reinhard Knorr. Auch ein erstes gemeinsames Konzert mit dem Chor aus Binzen war überaus erfolgreich. Positiv erwies sich das Vorverlegen vom "Singen im Garten" bei der Alten Schule auf einen Freitag, um nicht mehr mit internationalen Fußballübertragungen in Konflikt zu geraten. Dabei erwiesen sich auch die Gastchöre als Besuchermagneten.

Eine positive Bilanz zog Schriftführerin Kathrin Schulz auch vom Hallenflohmarkt. 87 Stände und um die 1000 Besucher hinterließen gerade bei den Marktbeschickern einen bleibenden Eindruck, berichtete sie. Und dank des tatkräftigen Anpackens von Flüchtlingen, so berichtete sie erfreut, "waren wir beim Aufräumen so schnell fertig wie noch nie, sie haben uns die Arbeit richtiggehend aus den Händen genommen."

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Chorleiter Erhard Zeh machte deutlich, dass gerade in Zeiten, in denen die Welt aus den Fugen zu geraten scheint, "uns das Singen gut tut". Dass sämtliche Auftritte "vom Erfolg gekrönt waren", sei keine Selbstverständlichkeit, das kommt von eurer Bereitschaft, euch einzubringen", lobte der Dirigent. Er übte aber auch Kritik: "Man nimmt uns im Kernort nicht wahr", sagte Zeh und fragte sich: "Wo sind bei unseren Konzerten die ganzen Sänger und Musikliebhaber unserer Gemeinde? Sind wir für die Leute zu abgehoben oder zu arrogant?" Das mache ihn nachdenklich, ergänzte er.

Finanziell steht dem Sängerbund der Förderkreis zur Seite, an dessen Spitze Walter "Joe" Krebs steht. Noch häufiger als bisher sollte dieser allerdings dem Chor unter die Arme greifen, empfahl Kassenprüfer Walter Silbereisen. Seit Jahren schließt der Sängerbund immer wieder mit einem Minus von 2000 Euro bis 3000 Euro ab. Walter "Joe" Krebs wollte dem Anliegen gerne nachkommen. Übrigens: An der Spitze des Fördervereins kündigen sich für 2018 Veränderungen an, zahlreiche Vorstandsmitglieder möchten dann ihr Amt abgeben.

Mitglieder: 210, davon 34 Sängerinnen und Sänger mit einem Durchschnittsalter von 63,7 Jahren.

Wahlen: Ruth Buck ist neue stellvertretende Vorsitzende (für Angelika Nestmann), Lothar Geiß übernimmt von Kathrin Schulz das Amt des Schriftführers. Beisitzer bleiben Hanna Brödlin und Kristiina Kanhold. Regine Kullen und Heinz Welker rücken für Stefan Kirchgässer und Lothar Geiß nach.

Kontakt: Reinhard Knorr, Tel. 07628-940551, e-Mail: mail@reinhard-knorr.de

Autor: Marco Schopferer