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09. Dezember 2009
So vielfältig kann Weihnachtsmusik sein
Mappacher Gesangverein und versierte Solisten mussten gleich mehrere Zugaben geben
MAPPACH (jut). Am Schluss wollten die Zuhörer in der voll besetzten Mappacher Kirche "ihren" Gesangverein gar nicht mehr gehen lassen – und das, obwohl die Sängerinnen und Sänger schon zwei tolle Zugaben gegeben hatten, darunter ein begeisterndes "Oh Happy Day".
Der Gesangverein Mappach hatte mit seiner Dirigentin Susanne Hagen und den Liedern seines Weihnachtskonzertes den Publikumsgeschmack getroffen – und zudem großartige Solisten eingeladen. Beate Spaltner glänzte mit ihrem feinen, klaren Sopran insbesondere bei "Pie Jesu" aus Andrew Lloyd Webbers "Requiem". Lena Grunicke begeisterte mit dem wunderschön von ihr und dem Chor interpretierten "Lenas Song" aus dem schwedischen Film "Wie im Himmel". Das bekannte Lied "Jerusalem" sang Pianist und Organist Markus Koch als Solist ohne Chorbegleitung und rührte manchen Zuhörer damit zu Tränen.
Wie Helmut und Horst Grässlin vom Gesangverein zur Begrüßung und zum Programmablauf sagten: "Wer Fremdsprachen kann, ist heute Abend eindeutig im Vorteil". Damit spielten sie auf die lateinischen, englischen, deutschen und sogar einen schwedischen Text an – dem von "Gabriellas Song", ebenfalls aus "Wie im Himmel". Pfarrer Herman Veldink erinnerte daran, dass man im Advent etwas zur Ruhe kommen möge, die vorweihnachtliche Stimmung genießen solle und gab zudem einen Einblick in die Herkunft der Wortwahl des Liedes "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit".
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Ein Lob ging auch an Chormitglied Siegmund Eckhard – er hatte sich für die Musikfreunde im Publikum die Mühe gemacht, die lateinischen Texte auf Deutsch zu übersetzen. Mit "Tollite hostias" von Camille Saint-Saens und mit einem großartig umgesetzten "Veni, veni, Emanuel", das die sehr guten mittleren Stimmlagen des Chores herausstellte, begaben sich die Sänger in die Anfangszeit der Weihnachtslieder, ins 15 Jahrhundert, zurück.
Sehr schön interpretierte der Chor das bekannte "Panis Angelicus" mit einem Solo von Beate Spaltner. Fehlen durfte aber auch nicht "Freue dich Welt – Joy to the world" – auf Deutsch gesungen – immer wieder ein Weihnachtslied, das das Publikum liebt. Aus Händels "Messias" sang Beate Spalter das melodisch schöne "Erwache, erwache". Und "fetzig", wie Horst Grässlin formulierte, wurde es bei einem Weihnachtslied aus Trinidad: "Virgin Mary had a Baby Boy" wartete mit ganz ungewohnten Rhythmen auf und wurde, da es so viel Beifall bekam, gleich zur Zugabe Nummer zwei erklärt. Das interessante Konzert zeigte: Es müssen nicht immer die ganz bekannten Weihnachtslieder gesungen werden, das Publikum ist dankbar für neue Aspekte und weiß sie zu würdigen.
Autor: jut,bz
