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28. Februar 2015

Sprechende Aufzüge am Bahnhof

Die meiste Arbeit ist getan, was noch fehlt, sind Restarbeiten wie das Markieren des Wendeplatzes.

  1. Die Maler sind noch beim Feinschliff, aber sonst ist die Arbeit am Bahnhof Efringen-Kirchen fertig. Foto: schopferer

EFRINGEN-KIRCHEN (vl). Ganz still und leise sind sie am Mittwoch in Betrieb gegangen, die beiden Aufzüge am Bahnhof Efringen-Kirchen. Eine feierliche Einweihung schien der Bahn nicht angebracht. Dies vor allem deshalb, wie Bahnsprecher Roland Kortz auf BZ-Nachfrage erläuterte, weil die Modernisierung des Bahnhofs Efringen-Kirchen in den vergangenen Monaten in Etappen fertig wurde. So schien es keinen passenden Moment für eine Würdigung des Entstandenen zu geben.

Immerhin: Die Bahnsteige seit 2014 umfassend saniert und modernisiert worden – dank der 1100 bis 1200 gezählten Fahrgäste pro Tag. Die Unterführung ist erneuert und nun sind auch die beiden Lifte – planmäßig noch im Februar – benutzbar. Obwohl es in den vergangenen Tagen nicht danach aussah, weil immer noch Handwerker am Aufzug zu sehen waren. So hatten sie zum Beispiel noch den Schachtboden mit öldichter Farbe zu bestreichen. Aber jetzt sind die Lifte fertig und vom TÜV freigegeben, wie der Bahnsprecher vermerkt. Auch die meisten Parkplätze seien von Baumaterial und Zubehör frei, nur der Aufzugbauer habe noch auf einem Behindertenparkplatz etwas stehen. "Das muss noch weg". Zudem fehle die Markierung auf dem Bahnhofsplatz, die von der Baufirma ausgeführt werde, von der Gemeinde aber noch zu genehmigen sei.

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Zu sehen ist auch, dass die Maler noch in der Unterführung zu tun haben. Es gibt für sie noch restliche Arbeiten zu erledigen. Die monatelange Bahnhofsbaustelle hat Anwohnern viel abverlangt, aber das Ergebnis ist – von zwei Wermutstropfen abgesehen – gelungen. Auch die Unterführung ist nun schöner und angenehmer zu durchqueren als die alte.

Die zwei Wermutstropfen bleiben: Der fehlende Aufzug zur Ostseite des Dorfs hin und die fehlende Schiene an der Treppe zum Bahnhofsplatz hin, die es Radfahrern ermöglichen würde, ihr Rad hochzuschieben. Sie müssen es nun weiter tragen oder den Aufzug benutzen. Übrigens: Der kann sprechen. "Türe öffnet", sagt er zum Beispiel für all diejenigen, die das nicht sehen und fühlen können. Das Ziel, barrierefrei zu den Zügen zu kommen, ist von der Bahnhofseite her damit erreicht, von der laut Bahn auch die meiste Kundschaft kommt. Ein Aufzug zur Ostseite hin müsste von der Gemeinde bezahlt werden. Die Ausgabe von 350 000 Euro wurde für 2015 schonmal gestrichen.

Autor: vl,mfs