Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

24. März 2017

Stickelberger fordert von der Bahn Lärmschutz

SPD-Landtagsabgeordneter greift Klagen von Anwohnern in Efringen-Kirchen auf und schreibt an die DB.

EFRINGEN-KIRCHEN (BZ). Der anhaltende Güterverkehr auf der Rheintalstrecke und die massive Lärmbelästigung am Bahnhof Efringen-Kirchen waren Anlass für den SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger, sich an den DB-Konzernbeauftragten für Baden-Württemberg, Sven Hantel, zu wenden. Bürger hatten wegen der Missstände Stickelberger um Unterstützung gebeten.

Stickelberger merkt zur anhaltenden Lärmbelästigung durch Güterzüge auf der alten Rheintalstrecke an, dass die Situation Hantel bekannt sei und er Anfang des Monats den Vertretern der Region mehr Transparenz zugesagt habe. Dass der Katzenbergtunnel aufgrund von verschiedenen Arbeiten im oder beim Tunnel hin und wieder gesperrt werden müsse, sei zwar zu verstehen. Unverständlich sei jedoch, "dass Bürger keine Antworten auf ihre Beschwerden bekommen." Ebenso unverständlich wäre auch, "wenn tatsächlich Güterzüge insbesondere nachts und an den Wochenenden auf die alte Rheintalstrecke geleitet werden, während Personenzüge durch den Katzenbergtunnel fahren."

Hupen und Pfeifen der Loks zu allen Tages- und vor allem Nachtzeiten, nächtliche Reparaturen an Zügen oder Rangierfahrten mit Erschütterungen oder das stundenlange Stehen von Dieselloks bei laufendem Motor mögen vielleicht nötig sein, so Stickelberger weiter an Hantel, "angesichts des fehlenden Lärmschutzes ist diese Situation auch aus meiner Sicht nicht weiter tragbar."

Werbung


"Lärm macht krank! Alle Bürgerinnen und Bürger haben deshalb ein Recht auf den Schutz vor diesem gesundheitsschädlichen und belastenden Lärm", schreibt der Abgeordnete. Während jede Kom-mune im Land verpflichtet sei, bei Überschreitung der Lärmgrenzwerte Maßnahmen zu ergreifen, scheine sich die DB der Verantwortung zu entziehen. Er fordert Hantel auf, sich dafür einzusetzen, dass schon jetzt und nicht erst 2019 oder gar 2025 so viele Güterzüge wie möglich und vor allem nachts durch den Katzenbergtunnel geleitet werden. Am Bahnhof Efringen-Kirchen seien "Lärmschutzmaßnahmen und Rücksicht auf die Gesundheit der betroffenen Bürgerinnen und Bürger in höchstem Maße erforderlich."

Autor: bz