SV Istein tritt mit Mannschaft zum Blutspenden an

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 08. Juni 2018

Efringen-Kirchen

Das DRK Efringen-Kirchen freut sich über den großer Zulauf beim Blutspendetermin – die Wartezeiten wurden dadurch aber länger.

EFRINGEN-KIRCHEN-ISTEIN (BZ). Da erlebte die DRK-Bereitschaft beim Blutspendetermin in Istein doch eine schöne Überraschung: Seit Jahren hatte man beobachtet, dass die Spenderzahlen zurückgehen, aber auf einmal explodierte die Zahl. Statt 144 Spendenwilligen wie im Februar kamen jetzt 243 in die Isteiner Halle. Die gute Werbung dafür im Vorfeld hat offenkundig geholfen. Für die Gekommen brachte das allerdings etwas längere Wartezeiten mit sich. "Die Wartezeit tat der guten Stimmung unter den Blutspenderinnen und -spendern aber keinen Abbruch", freut sich Thomas Gubisch vom DRK Efringen-Kirchen.

Grund des Engpasses war vor allem, dass das Blutabnahmeteam des DRK aus Baden-Baden einen solchen Spendersegen nicht erwartet hatte und mit nur einem Abnahmeteam gekommen war, schildert Thomas Gubisch den Hintergrund. Zudem sei das Baden-Badener Team noch durch Krankenstände dezimiert gewesen. Ist das Blutspenden sonst in einer Stunde zu schaffen, dauerte es nun bis zu zwei Stunden. "Zum Glück haben wir aber niemanden wegschicken müssen", hält Gubisch fest. Was im Übrigen die Rahmenbedingungen betrifft, für die die örtliche DRK-Bereitschaft zuständig war, so habe alles wunderbar geklappt, so Thomas Gubisch. Der DRK-Ortsverein Efringen-Kirchen sei einer solchen Herausforderung durchaus gewachsen und die Logistik habe einwandfrei funktioniert. "In Windeseile wurden mehrere Eimer Wurstsalat und Getränke nachgeordert." Der Getränkestand wurde in den Wartebereich verlegt, "sodass an diesem warmen Tag niemand auf dem Trockenen saß."

Dass Blut ein knappes, aber dringend benötigtes Gut ist – darüber wurde auch in der BZ zuvor ausführlich berichtet. Die örtliche Bereitschaft hatte zusätzlich die Werbetrommel für den Spendetermin gerührt, indem sie an Betriebe und Vereine aus der Region schrieb und bat, Mitarbeiter beziehungsweise Mitglieder auf die Blutspendeaktion aufmerksam zu machen. Das half offensichtlich – konnte doch eine Rekordzahl von 243 Spendenwilligen verzeichnet werden. "Eine so hohe Zahl wurde zuletzt im Jahre 2010 dokumentiert", so Gubisch. Unter den Spendenwilligen waren 24 Erstspender. Nur 18 Leute durften aus medizinischen Gründen kein Blut geben, sodass insgesamt 225 Blutkonserven gewonnen werden konnten.

Bereitschaftsleiterin Sabine Afken zeigte sich begeistert über den großen Zulauf. Bemerkenswert auch: Die Warteschlange "färbte" sich plötzlich blau – der SV Istein hatte extra sein Training abgesagt und kam stattdessen mit einem großen Team zur Blutspendeaktion. Der DRK-Ortsverein freut sich schon auf den nächsten Termin am 20. November und hofft, dass die Zahl der Spender auf diesem Niveau gehalten werden kann.