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02. August 2010
Trassenneubau durch die Mülldeponie
Die DB-Projektbau rechnet mit dem Baubeginn am fehlenden Zwischenstück spätestens im Oktober / Vier Firmen sind beteiligt.
EFRINGEN-KIRCHEN. Nur ein Kilometer lang ist das Zwischenstück, das für die Neubaustrecke der Bahn von der L 137 bis zum Voreinschnitt vor dem Katzenbergtunnel noch gebaut werden muss, doch das kleine Stück hat es in sich. Für elf Millionen Euro hat die Bahn es an eine Arbeitsgemeinschaft aus vier Firmen vergeben – exakt die gleichen, die bereits mit dem Bau der Neubaustrecke Richtung Eimeldingen beschäftigt sind.
Wie die DB-Projektbau auf Anfrage der BZ mitteilte, kamen auch diesmal die Baufirmen Vogel-Bau aus Lahr, Max Früh aus Achern, Bilfinger Berger aus Mannheim und Joos aus Hartheim zum Zuge. Diese vier hatten im Oktober 2007 den Auftrag zum Bau der Trasse durch Eimeldingen und Richtung Efringen-Kirchen bekommen, nur die damals fünfte Firma im Bunde, die SRS Deponiebau GmbH, ist diesmal nicht dabei.Bereits im Juni hatte die Bahn den Bau des fehlenden Ausbaustücks zwischen Tunnel und der L 137, der Landesstraße zwischen Efringen-Kirchen und Egringen, vergeben, angesichts der mehrwöchigen Einspruchfrist hat man die beteiligten Baufirmen jedoch erst jetzt bekannt geben können. Wie der Pressesprecher der DB Projektbau berichtet, hatte es bei der europaweiten Ausschreibung mehrere Anbieter gegeben.
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Derzeit endet die Trassenbaustelle kurz vor der L 137. Der DB-Projektbau-Sprecher ging davon aus, dass die weitergehenden Arbeiten nun "spätestens im Oktober" beginnen. In der Auftragssumme von elf Millionen Euro sei alles enthalten, erinnerte er, auch die Entsorgung des Materials der früheren Deponie der Gemeinde Efringen-Kirchen, die die Trasse durchschneiden wird. Die Bahn hatte sich zunächst mit der Gemeinde um eine Beteiligung an den Kosten der Altlastenentsorgung gestritten, inzwischen ist aber geklärt, dass die Gemeinde nicht zur Kasse gebeten werden kann. Die Bahn muss die Ensorgung des Mülls zahlen, der für die Trasse weichen muss, ebenso wie den Abfall rechts und links der Trasse, der durch den Neubau angeschnitten wird. Insgesamt 100 000 Kubikmeter Erde werden beim Bau bewegt werden müssen, so der Sprecher der Bahn.
Doch nicht nur wegen der Deponiedurchquerung ist das Zwischenstück anspruchsvoll, sondern auch wegen der Überführungsbauwerke, die entstehen müssen. Die Züge werden später einmal unter der B 3 und der L 137 hindurchfahren, die beiden Straßen werden dadurch etwas höher liegen als bisher. Überqueren wird die Bahn den Feuerbach, über den eine Eisenbahnüberführung gebaut werden muss.
Zum genauen Bauablauf und der geänderten Verkehrsführung während der Bauphase konnte der DB-Sprecher nichts sagen. Er verwies dabei auf die neue Arbeitsgemeinschaft aus den vier Baufirmen, in deren Zuständigkeit nun auch die Fragen der Bau-Organisation lägen. Zunächst werde die Baustelle eingerichtet, mit den eigentlichen Arbeiten werde erst nach den Sommerferien begonnen.
Autor: Victoria Langelott


