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31. Juli 2010

Tunnelarbeiten müssen ruhen

Rettungskonzept nicht aktuell.

EFRINGEN-KIRCHEN (vl). Soll die Feuerwehr Efringen-Kirchen bei einem Notfall auf der Katzenbergtunnelbaustelle die Rettung übernehmen, muss dies in einer Vereinbarung zwischen Gemeinde beziehungsweise Feuerwehr und verantwortlicher Baufirma geregelt sein. Gibt es eine solche Vereinbarung nicht, gibt es keine Zuständigkeiten für den Notfall und es darf dann auch nicht mehr auf der Baustelle gearbeitet werden. Dies ist laut Bürgermeister Fürstenberger vom heutigen Abend an der Fall.

"Am Samstagabend endet die nächste Zusatzvereinbarung zum Sicherheits- und Rettungskonzept", berichtet Fürstenberger im Gespräch mit der BZ. Das heißt für ihn: Auf der Baustelle darf nicht weitergearbeitet werden. Was ihn umso mehr ärgert, als er ohnehin die Sorge hat, dass der Katzenbergtunnel nicht wie geplant Ende 2012 in Betrieb genommen werden kann. Was mit Blick auf die zugverkehrbelasteten Dörfer der Gemeinde wichtig wäre. Auf der Baustelle gehe es ohnehin nur schleppend voran, hat er beobachtet. Sein Eindruck: Der Fortgang der Arbeiten werde gezielt behindert.

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In ihrer Einschätzung der verzwickten Situation der fehlenden Vereinbarung über ein Rettungskonzept für die nächste Ausbaustufe sind sich Gemeinde und Bahn einig. Auch von der Bahn hieß es gestern: Wir dürfen nicht weiterarbeiten. Ganz unterschiedlich ist jedoch die Einschätzung über die Gründe für den Lapsus. Sieht die Gemeinde die Bahn beziehungsweise die verantwortliche Firma Max Bögl in der Verantwortung, so liegt die Schuld laut Bahn bei der Gemeinde. "Wir haben bei der Gemeinde eine Zusatzvereinbarung zum Sicherheits- und Rettungskonzept beantragt, die den Weiterbau nach dem 1. August sicherstellt, doch von der Gemeinde liegt uns noch kein Entwurf dafür vor."

Autor: vl