Wohncontainer ist bezogen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 12. Juni 2018

Efringen-Kirchen

Stickelberger tauscht sich mit Bürgermeister Friebolin aus.

EIMELDINGEN (BZ/vl). Eine positive Grundstimmung in der Bürgerschaft und eine gut aufgestellte Gemeinde – diese Eindrücke nahm der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger von seinem Besuch in Eimeldingen mit. Er traf sich mit Bürgermeister Oliver Friebolin im Rathaus und machte sich ein Bild vom Ort, wie Stickelbergers Büro in einer Pressemitteilung informiert. Der Abgeordnete stellte dabei fest, dass Eimeldingen genau die Themen umtreiben, die fast alle Kommunen beschäftigen – von der Flüchtlingsunterbringung über die Verkehrbelastung bis zur Stadtsanierung und Bürgerbeteiligung.

Stickelberger erfuhr auch, dass die ersten Flüchtlinge in die Wohncontainer bei der Reblandhalle eingezogen sind. Wie Oliver Friebolin auf Nachfrage der BZ berichtete, sind die zwölf Bewohner vergangenes Wochenende in die Anschlussunterbringung gezogen. Es sind – wie angekündigt – alleinstehende Männer. Der Flüchtlingsbeauftragte des Verwaltungsverbandes Nasreddine Settouf schaue nun regelmäßig vorbei, ebenso kämen täglich Mitglieder des Flüchtlings-Helferkreises. Die Außenanlagen würden nun noch vervollständigt, einen Fahrradabstellplatz solle es geben und eine Überdachung, damit sich Bewohner geschützt draußen aufhalten können. Dort und in den Privatwohnungen konnten damit bislang alle zugewiesen Flüchtlinge untergebracht werden, schilderte Friebolin Stickelberger. Für weitere Unterbringungen hoffte Friebolin auf das der Gemeinde zustehende Belegungsrecht im ehemaligen "Ochsen". Die Bereitschaft von Privatleuten, an die Gemeinde für Flüchtlinge zu vermieten, sei trotz intensiver persönlicher Bemühungen eher gering gewesen.

"Die Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem Landratsamt ist sehr gut", lobte Friebolin. Einig waren sich Bürgermeister und Abgeordneter, dass das Land den Kommunen die Kosten für die Unterbringung voll erstatten sollte. "Die Städte und Gemeinden verlangen eine zeitnahe Spitzabrechnung", betonte Stickelberger.

Dem hohen Verkehrsaufkommen in der Ortsdurchfahrt mit der problematischen Kreuzung in der Ortsmitte von und nach Märkt will die Gemeinde durch den Bau eines neuen Kreisels entgegensteuern. "Die Machbarkeitsstudie war positiv, eine Planung ist beauftragt, aber noch sind nicht alle Grundstückseigentümer vollends überzeugt", informierte Friebolin den Abgeordneten.

Die "Neue Ortsmitte" werde, wenn alles klappe, das größte Projekt. Laut Friebolin hätten sowohl das Regierungspräsidium, als auch betroffene Hauseigentümer positive Signale gesendet. Gerade für die Anwohner bringe die Ausweisung als Sanierungsgebiet nur Vorteile und werte die Grundstücke enorm auf, waren sich Friebolin und Stickelberger einig. In der Planungswerkstatt können sich die Bürger zudem einbringen.