Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

30. November 2015

Zufriedene Händler, frohe Besucher

Der Weihnachtsmarkt Efringen-Kirchen lockt Besucher in Scharen / Kurz nach 19 Uhr packen jedoch die ersten Händler schon ein.

  1. Nach 19 Uhr beschlossen einige Anbieter einzupacken. Foto: Langelott

  2. Weniger Stände, dafür mehr Platz für Besucher, das kam in Efringen-Kirchen an. Die Helfer am Stand des Asylkreises hatten viel zu tun. Foto: Schopferer

  3. Foto: Marco Schopferer

EFRINGEN-KIRCHEN (mfs). Obwohl es etwas weniger Stände gab: Es wurde ein schöner Weihnachtsmarkt und er lockte wohl auch noch mehr Besucher als sonst. Mehrere tausend Marktbummler kamen ins Doppeldorf und genossen sichtlich das Flanieren und Verweilen auf dem Rathausplatz. Enttäuschend nur für all jene, die etwas später kamen: Kurz nach 19 Uhr waren doch schon einige Anbieter von Gebasteltem und Gestricktem beim Einpacken. "Jetzt wollen die Leute nur noch Glühwein trinken", hieß es auf Nachfrage.

Dietmar Fischer, Vorsitzender des veranstaltenden Gewerbevereins, hatte es bei der Eröffnung des Markts um 11 Uhr gleich eingeräumt: Es gebe diesmal etwas weniger Stände, auch weil nicht alle Marktbeschicker in den vergangenen Jahren mit ihren Umsätzen zufrieden waren. "Machen Sie ihren Geldbeutel leer", warb Organisator Dietmar Fischer deshalb zur Eröffnung des 27. Weihnachtsmarktes. Später zeigte sich: Es war, als hätten die Gäste ihn beim Wort genommen. Händler zeigten sich bei einer kleinen Umfrage durchweg zufrieden.

Bürgermeister Philipp Schmid lobte den Charakter des örtlichen Weihnachtsmarktes mit seinen zahlreichen Hobbyhandwerker- und Vereinsständen als "nicht monetäre Verkaufsveranstaltung", und die katholische Gemeindereferentin Katharina Hummel erinnerte in einer kurzen Ansprache an die vier Kerzen des Adventskranzes, die Frieden, Liebe, Glauben und Hoffnung symbolisierten, während Pfarrer Steffen Mahler zur Eröffnung ein besinnliches Gebet sprach.

Werbung


Neben politischer Prominenz wie Landesjustizminister Rainer Stickelberger und Bundestagsabgeordneter Armin Schuster, waren auch zahlreiche Bürgermeister umliegender Orte und fast alle Ortsvorsteher zu sehen, ebenso viele Gemeinderäte. Schon bei der Eröffnung zeigte sich, dass der Andrang diesmal größer werden würde. Und er sollte immer mehr anwachsen.

Schon am frühen Nachmittag gab es am ersten Stand kein Weihnachtsgebäck mehr. Eine Marktbeschickerin aus Schliengen war völlig begeistert: "Meine Mutter hat 90 Linzertoten gebacken, fast alle sind weg". Das war noch vor 17 Uhr und die Tochter war sich sicher: "Nächstes Jahr komme ich wieder nach Efringen-Kirchen". Auch andere Standbetreiber waren durchaus zufrieden. Wenn der Preis stimmt, dann geben die Leute auch gerne was für handgemachte Kunst aus. Schon früh hatte ein Händler aus dem Münstertal einen Preisnachlass auf seine Adventskränze gewährt, danach florierte das Geschäft. Handwerkskunst als Ramschware gab es aber dennoch nicht.

Kleine Enttäuschung für die Kinder: Es gab kein Karussell. Das war Schicksal, die Folge des Unfalls, der dem Karussellbesitzer am Donnerstag auf dem Weg zu einem Weihnachtsmarkt auf der A 98 passiert war. Ein Rettungswagen war in seinen Wagen gefahren, wir hatten es berichtet. "Wir sind so froh, dass uns nichts passiert ist", meinte seine als Nikolaus mit Ballons umherziehende Bekannte.

Noch vor Einbruch der Dunkelheit füllten die Besucher den Rathausplatz. Bis in die Nacht hinein säumten sie den Platz rund um die traditionellen "Ankermieter" von Sport- über Musikverein, der Metzgerei Schrodi, dem Weingut Jacob und den Natur- und Vogelfreunden mit ihren feinen Wurst- und Glühweinständen. Auch die nun wirklich traditionellen Schafschüblige von Schäfer Manfred Sigwart aus der Gutenau und oder die Flammwaie des Tannenkirchener Pop-Chors fanden riesigen Absatz.

Organisator Dietmar Fischer zeigte sich dann auch am späten Abend überaus zufrieden. Mit etwas weniger Ständen gab es einen attraktiven Weihnachtsmarkt. Die unfreiwillige Reduzierung auf letztlich 30 Stände ließ den Besuchern mehr Luft zum Flanieren und Genießen, was nach Ansicht von Fischer positiv aufgenommen wurde. Auch in den kommenden Jahren will man deshalb nicht mehr unablässig auf Expansion setzen.

Autor: mfs