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17. Februar 2017 14:14 Uhr

BZ-Interview

EHC-Coach Leos Sulak: "Noch lange nichts gewonnen"

Noch sieben Spiele, dann endet die Hauptrunde in der DEL 2. Für Leos Sulak, Trainer des Tabellensiebten EHC Freiburg, kommt der Blick Richtung Playoffs noch zu früh. Mehr dazu im Interview.

  1. Leos Sulak hat ob der Leistungen seiner Wölfe gut lachen. Foto: Seeger

Zwar kann seine Mannschaft in dieser Saison bislang überzeugen, erreicht habe man aber noch lange nichts, stellt Sulak im Gespräch mit Benjamin Resetz fest.

BZ: Noch sieben Spiele bis zur Endrunde und Ihre Mannschaft konnte sich jüngst ein wenig von der Playdown-Zone absetzen. Der Abstand nach oben ist geringer als nach unten. Wohin geht der Blick?
Sulak: Naja, wirklich abgesetzt haben wir uns noch nicht. Sechs Punkte sind kein echtes Polster. Natürlich orientieren wir uns nach unten, denn Ziel ist nach wie vor der Klassenerhalt.



BZ: Am Freitag reist der EHC nach Bayreuth. Beide Teams sind heimstark, haben gleich viele Punkte, kennen sich gut aus Oberligazeiten. Hat so ein Spiel eine besondere Bedeutung?
Sulak: Nein, für uns ist das ein normales Spiel, wenngleich es insofern besonders ist, dass wir punktgleich sind und beide versuchen, den elften Platz zu vermeiden. Ansonsten gehen wir es an wie jedes andere Match auch. Es wird noch nichts entschieden, und wir wissen, dass jeder Punkt für uns Gold wert ist.

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BZ: Das Heimspiel gegen Weißwasser am Sonntag ist von der Papierform schwerer. Welcher Gegner ist unangenehmer?
Sulak: Das kann man nicht sagen. Aber Weißwasser hat eine starke und kompakte Mannschaft, die eine super Saison spielt. Die erste Sturmreihe mit Swinnen, Hayes und Svoboda ist brandgefährlich, und auch Verteidiger Patrik Parkkonen, hat einen starken Schuss. Außerdem reisen sie, glaube ich, schon am Samstag an.

BZ: Steven Billich wird am Wochenende fehlen. Wie steht es um die angeschlagenen Austin Cihak und Jannik Herm?
Sulak: Die beiden können noch nicht wieder spielen. Außerdem werden wir wohl ohne Unterstützung aus Schwenningen auskommen müssen.

BZ: Ihre Mannschaft stellt die drittbeste Offensive der Liga, gleichzeitig aber auch die viertschlechteste Abwehr. Hätten Sie es als Trainer nicht lieber umgekehrt?
Sulak: Das hängt davon ab, welche Spieler man im Kader hat. Man kann Spieler wie Niko Linsenmaier oder Chris Billich nicht hinten reinstellen, denn diese Jungs haben ihre Stärken in der Offensive. Zwar ist die Tordifferenz nicht unwichtig, am Ende spielen wir aber für die Punkte, nicht für die wenigsten Gegentore.

BZ: Gleichzeitig ist der EHC die fairste Mannschaft der Liga.
Sulak: Diese Rechnung ist einfach. Die Statistik zeigt ja auch, dass wir die zweitschlechteste Unterzahlmannschaft der Liga sind. Deshalb müssen wir von der Strafbank weg bleiben. Letztes Jahr waren wir die drittbeste Unterzahlmannschaft, aber dieses Jahr kassieren wir da zu viele Tore. Dem versuchen wir entgegenzuwirken.

BZ: Momentan müssen Sie wieder das eine oder andere Spiel unter der Woche bestreiten. Nimmt man das als Generalprobe für die Endrunde?
Sulak: Es ist anstrengend. Wir haben keinen großen Kader und können erneut nur mit drei Sturmreihen agieren. Da müssen wir mit den Kräften haushalten. Das ist nicht leicht.

BZ: Bislang gelang Ihnen das gut. Doch wie kann sich diese Belastung im straffen Rhythmus der Endrunde auswirken?
Sulak: Es muss gehen, denn ändern können wir es nicht und müssen das beste aus dieser Situation machen. Zwar spielt die Mannschaft bisher eine tolle Saison, gewonnen haben wir aber noch lange nichts.
Zur Person

Der Tscheche Leos Sulak (60) trainiert in der vierten Saison den EHC. 2015 stieg er mit den Wölfen in die DEL 2 auf.

EHC in Bayreuth und gegen Lausitzer Füchse

Die Klubs in der zweithöchsten deutschen Eishockeyspielklasse DEL 2 blasen zum Endspurt in der Hauptrunde. Noch sieben Spiele gilt es für den EHC Freiburg vor Beginn der Endrunde zu bestreiten. Das Ziel ist klar: Der Tabellensiebte will den Sturz auf Rang elf, der die Teilnahme an der Abstiegsrunde bedeuten würde, um jeden Preis vermeiden. Der Vorsprung beträgt derzeit sechs Zähler und die nächste Gelegenheit, sich von einem direkten Konkurrenten abzusetzen, bietet sich am Freitagabend, 20 Uhr. Dann reisen die Freiburger zum punktgleichen Aufsteiger EHC Bayreuth. Am Sonntag, 18.30 Uhr, gastieren dann die Lausitzer Füchsen aus Weißwasser beim EHC Freiburg. Das Überraschungsteam rangiert derzeit auf Platz fünf. Fehlen werden den Wölfen Steven Billich, Austin Cihak und Jannik Herm sowie Dennis Meyer, für den die Saison wegen Verletzung beendet ist.

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Autor: Benjamin Resetz