Eishockey

EHC feiert Sieg über Bad Tölz bei Mancari-Comeback

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Sa, 15. Dezember 2018 um 14:33 Uhr

EHC Freiburg

Der EHC Freiburg fährt einen wichtigen Dreier im Rennen um die Pre-Playoffränge ein. Erstmals im EHC-Dress wieder aufs Eis ging Mark Mancari. Konnte er den Wölfen helfen?

In einer hochspannenden Zweitliga-Eishockey-Begegnung triumphierten die Wölfe am Ende verdient mit 3:1 und gaben den Fans endlich wieder Grund zum Feiern – auch mit attraktivem Eishockey. Nur die Torausbeute bleibt ausbaufähig.

Dabei plagen die Breisgauer akute Personalsorgen in der Defensive. Unter der Woche verletzte sich in Kapitän Philip Rießle der fünfte EHC-Verteidiger. Sein Comeback nach langer Verletzungspause gab indes Rückkehrer Mark Mancari. Dabei wurde deutlich, dass der Kanadier noch nicht dort angekommen ist, wo er vor seiner Pause aufgehört hatte. Dennoch tat er dem Freiburger Spiel mit seiner Präsenz und Spielintelligenz gut. Das Spiel begann mit einem ersten Dämpfer für die Wölfe, ausgehend von einem unnötigen Scheibenverlust des Verteidigers Radek Havel. Diesen nutzten die Tölzer in Person von Yannick Drews eiskalt und überwanden Hertel im ersten Torschuss (2.).
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Einschüchtern ließen sich die Wölfe jedoch nicht. Nach kurzem gegenseitigen Abtasten erarbeitete sich die Heimmannschaft mehr Spielanteile und verzeichnete bald das klare Chancenplus. Um den starken Tölzer Goalie Ben Meisner erstmals zu bezwingen, brauchte es jedoch eine Überzahlsituation kurz vor Drittelende. Im Nachfassen glich Ryon Moser verdient aus (18.). Im direkten Gegenzug hätte es allerdings beinahe das nächste Gegentor gesetzt, doch mit vereinten Kräften kratzten die Wölfe die freiliegende Scheibe von der Linie.

Erstmals drehen konnten die Wölfe die Partie dann unmittelbar nach der ersten Pause. 27 Sekunden dauerte es, bis Tobias Kunz den Puck aus der Drehung zwischen den Beinen von Löwen-Keeper Meisner hindurch ins Tor beförderte. Es stand 2:1 für den EHC. Einen Strafschuss für die Bayern hielt Jimmy Hertel auf der Gegenseite souverän (26.). Es ging rasant zu im Mittelabschnitt. Beide Mannschaften zeigten schnelles, attraktives Eishockey. Fürs Auge war alles geboten. Nur im Tor wollte das Hartgummi bis zum erneuten Seitenwechsel nicht landen. Das blieb auch lange Zeit im Schlussdrittel so. Beide Mannschaften verteidigten mit allem, was sie hatten. Wenig überraschend wurden die Tölzer allmählich mutiger und stärker, sodass es das eine oder andere Mal vor dem Freiburger Tor brannte. Doch Hertel hielt seinen Kasten sauber – auch während einer späten Überzahl. Eine Sekunde vor Schluss sorgte Niko Linsenmaier mit einem Treffer ins leere Tor für den 3:1-Endstand.

Freiburg - Bad Tölz 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)
Tore: 0:1 Drews (2.), 1:1 Moser (18.), 2:1 Kunz (21.), 3:1 Linsenmaier (60.). Strafen: Freiburg 4, Bad Tölz 12. Zuschauer: 1929.