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15. Oktober 2010
Ein neuer "Mittelsmann"
Benjamin Klein ist der neue Jugendsozialarbeiter in Ehrenkirchen und Bollschweil.
EHRENKIRCHEN/BOLLSCHWEIL. Benjamin Klein ist der neue Jugendsozialarbeiter in Ehrenkirchen und Bollschweil. Der 26-Jährige ist ebenso wie seine Vorgängerin Andrea Kirner beim Christophorus Jugendwerk Oberrimsingen beschäftigt. Benjamin Klein stammt aus der Region Schwäbisch Gmünd und hat an der Universität Siegen die Fächer Sozialpädagogik und Sozialarbeit studiert.
Jüngst hat Benjamin Klein das Berufsanerkennungsjahr im Dienst des Christophorus Jugendwerks absolviert und mit einem Abschlusskolloquium nun die staatliche Anerkennung als Diplom-Sozialarbeiter erlangt. Im Bereich der ambulanten Hilfe des Jugendwerks hat er die Schülerinnen und Schüler der Erziehungsklasse an der Neulindenschule in Ihringen sozialpädagogisch begleitet. Diese Klasse wird als Außenstelle der Erich-Kiehn-Schule des Christophorus Jugendwerks in Ihringen geführt.Benjamin Kleins Ausrichtung auf die Jugendhilfe hat sich schon früh ergeben. In seinem Heimatort war er schon in jungen Jahren als Leiter bei Ferienlagern engagiert und Zivildienst leistete er im Bereich der Freizeitpädagogik. Nun freut er sich unmittelbar im Anschluss an die Berufsanerkennung die Stelle in Ehrenkirchen und Bollschweil antreten zu können. Jetzt hat er sein Büro im Ehrenkircher Rathaus bezogen und ist nun dabei, sich mit den Akteuren in den örtlichen Vereinen und Einrichtungen und natürlich mit den Jugendlichen vertraut zu machen. Die Leitungsteams der beiden Jugendräume in Bollschweil und Norsingen hat er schon im Frühsommer kennen gelernt.
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2007 hatte der Ehrenkircher Gemeinderat beschlossen, zunächst eine halbe Personalstelle im Bereich der offenen Jugendarbeit zu finanzieren, wobei das Christophorus Jugendwerk als Dienstleister für diese Aufgabe beauftragt wurde. 2008 hatte sich die Gemeinde Bollschweil angeschlossen, derzeit beträgt der Stellenumfang 75 Prozent, wobei zwei Drittel von der Gemeinde Ehrenkirchen, die 7200 Einwohner zählt, und ein Drittel von Bollschweil (2250 Einwohner) in Anspruch genommen und finanziert werden.
Die Aufgabe von Benjamin Klein ist es, ehrenamtlich Engagierte wie die Leitungsteams der Jugendräume zu beraten und zu begleiten, Jugendliche zu motivieren, Verantwortung zu übernehmen, freizeitpädagogische Angebote zu entwickeln, mit Vereinen zu kooperieren, Jugendliche an ihren Treffpunkten aufzusuchen oder sie selbst und ihre Eltern im Fall von wiederkehrenden Schwierigkeiten zu unterstützen oder sie an spezialisierte Beratungsstellen oder Therapeuten zu verweisen.
Aufgreifen will Klein das von Andrea Kirner gestartete Projekt, dass die Jugendraum-Teams Filme über die Aktivitäten in den Treffpunkten erstellen und als konkrete Aufgabe stellt sich ihm, jüngere Jugendliche zu gewinnen, die die Gruppe der in Bollschweil seit etlichen Jahren engagierten jungen Erwachsenen ergänzen.
Jugendräume sind nach Einschätzung von Benjamin Klein "zentrale Lernfelder" für Heranwachsende. "Sie lernen, in einem geschützten Raum Verantwortung zu übernehmen, Veranstaltungen zu planen und zu leiten, wie sich bei negativen Entwicklungen gegen steuern lässt und dass bei Grenzüberschreitungen Folgen eintreten", erklärt er. Sich selbst sieht er als "Mittelsmann" zwischen Kindern und Jugendlichen einerseits und Erwachsenen andererseits mit dem Ziel, "die jungen Leute auf ihrem Weg in die Erwachsenenwelt zu begleiten."
Autor: Silvia Faller
