Musizieren fürs Bernhardusheim

Anne Freyer

Von Anne Freyer

Do, 06. Dezember 2018

Ehrenkirchen

Benefizkonzert für die Renovierung eines zentralen Treffpunkts in Kirchhofen / Sanierung wird deutlich teurer als gedacht.

EHRENKIRCHEN. Von jeher war das Bernhardusheim schräg gegenüber der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Kirchhofen für die katholische Gemeinde wichtigster Veranstaltungsort. Dieser zentrale Treffpunkt ist sanierungsbedürftig, und das in erheblichem Ausmaß. Nun taten sich alle musikalischen Vereine Kirchhofens zusammen, um mit einem gemeinsamen Benefizkonzert das Ihre zur Finanzierung beizutragen und gleichzeitig auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

In seiner Begrüßung der vollbesetzten Kirche dankte Pfarrer Michael Hauser für die bisher erbrachten Leistungen, wies aber auch nachdrücklich darauf hin, dass man auf jede Art von Spenden angewiesen sei, um das erklärte Ziel, die umfangreichen Arbeiten erfolgreich weiterzuführen, zu erreichen. Jedem Besucher war deshalb ein Merkblatt überreicht worden, das den aktuellen Stand der Renovierung wiedergab und die noch bevorstehenden notwendigen Arbeiten beschrieb. Demnach gelang es, die neuen Sanitär-, Heizungs- und Elektroleitungen im gesamten Gebäude zu verlegen, die Innenputz- und Trockenarbeiten auf den Weg zu bringen und die neuen Isolierglasfenster größtenteils einzubauen. Bis Ende Dezember sei, so die Information, mit der Lieferung der Außentüren und damit der Schließung des Gebäudes zu rechnen.

Im Neuen Jahr solle es mit der Verlegung der Fliesen im Sanitärbereich und des Bodenbelags in Foyer und Saal weitergehen; mit der Neueröffnung des Hauses sei deshalb im Frühjahr 2019 zu rechnen. Die erhebliche Kostensteigerung gegenüber dem ursprünglich veranschlagten Betrag ist nach aktuellen Berechnungen jedoch so groß, dass man dringend auf jede weitere finanzielle Unterstützung angewiesen sei. "Ihre Spende nach dem heutigen Benefizkonzert leistet hier einen wertvollen Beitrag", betonte Pfarrer Hauser.

Die Feuerwehr- und Trachtenkapelle Kirchhofen, dirigiert von Markus Strecker, eröffnete das Konzert mit dem "Concerto d’amore" von Jacob de Haan und dem Hit "You raise me up", der sich sowohl für Chöre als auch für die verschiedensten Instrumtalgruppen eignet. Hier glänzte Johannes Fritzenschaft mit einem Trompetensolo. Für die Intonation von John Rutters "Alle Dinge dieser Welt" als Einstieg hatte sich Chorleiter Waldemar Schlichting entschieden, gefolgt von einem im Jazz-Stil komponierten "Jubilate" und dem Gospel "I want to be ready".

Dann übernahm der Handharmonikaclub Kirchhofen mit seiner Dirigentin Andrana Domke und widmete sich einem "Andante Cantabile", einer Komposition aus "Air & Tune" von Jacob de Haan, und dem durch den Film gleichen Titels bekanntgewordenen "Gabriellas Song" mit einem Solo von Susanne Sayer.

Franz Schuberts "Abendlied", umgesetzt vom Männergesangverein Liederkranz Kirchhofen, passte sehr gut dazu, ebenso wie der von Feuerwehr- und Trachtenkapelle und Männergesangverein gemeinsam vorgetragene "Ambrosianische Lobgesang". Leonard Cohens "Hallelujah" und das schottische "Highland Cathedral" vereinte die beiden Intrumentalensembles, bevor sich alle Mitwirkenden in den "Klängen der Freude" zusammenfanden. Großer Applaus – und hoffentlich viele Spenden.