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21. Januar 2012
Eichstetter Rekordhaushalt
Vor allem Investitionen und höhere Betriebskosten sorgen 2012 für hohes Etatvolumen.
EICHSTETTEN. Die Haushaltssatzung mit dem Haushaltsplan für das Jahr 2012 verabschiedete die Eichstetter Ratsrunde am Donnerstagabend einstimmig. Das von Rechnungsamtsleiter Volker Berwing erstellte Zahlenwerk umfasst 9 875 787 Euro und ist vom Volumen her das größte in der Eichstetter Geschichte, trotz bescheidener Einnahmen bei der Gewerbesteuer.
Bürgermeister Michael Bruder erläuterte zu Beginn der relativ rasch abgehandelten Verabschiedung des Haushaltes die wichtigsten Eckdaten. Für die Bürger in wenigen Sätzen zum Ausdruck gebracht, sind es letztlich Zukunftsinvestitionen, die den 2 723 800 Euro hohen Vermögenshaushalt prägen. Trotz einer Rücklagenentnahme in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro bleibt die Gemeinde schuldenfrei. Es wird auch keine Änderung bei den Hebesätzen für die Grundsteuer A und B (320) und bei der Gewerbesteuer mit 340 geben. Erst einmal sind in diesem Jahr auch keine Gebührenerhöhungen geplant. Wegen der Umgestaltung auf dem Friedhof müssen möglicherweise die Bestattungsgebühren überprüft werden. Bei dieser Haushaltsstelle liegt der Kostendeckungsgrad nur bei 54 Prozent.Werbung
Die Einnahmen beim 7 151 987 Euro hohen Verwaltungshaushalt werden vor allem vom Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit 1 144 485 Euro und den 915 140 Euro hohen Schlüsselzuweisungen geprägt. Bei den Einnahmen aus Gebühren und Entgelten erhofft sich Volker Berwing diesem Jahr 652 294 Euro und bei der Gewerbesteuer rund 590 000 Euro. Dies entspräche gerade mal 179 Euro je Einwohner und damit lieg Eichstetten nur etwa bei der Hälfte des durchschnittlichen Landkreisniveaus der Gewerbesteuer und sogar nur bei einem Drittel des Landesdurchschnitts. Da gab es wahrlich schon bessere Zeiten, besonders um die Jahrhundertwende als Eichstetten beide Durchschnittswerte übertraf. Bei der Grundsteuer B sind 279 000 Euro und bei der Grundsteuer A 57 750 Euro ausgewiesen. Die Investitionspauschale soll bei 169 268 Euro liegen, aus dem Familienlastenausgleich erwartet man 108 660 Euro, aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer 90 558 Euro.
Bei den Umlagen gehen 972 466 Euro an den Landkreis, 630 434 Euro beträgt die Finanzausgleichs- und 119 740 Euro die Gewerbesteuerumlage. Die Personalkosten sind mit 1 101 541 Euro veranschlagt und der Verwaltungs- und Betriebsaufwand liegt bei 3 329 423 Euro. Der Zuschussbedarf für die Kinderbetreuung beträgt 328 171 Euro, und bei der Grund- und Hauptschule 303 830 Euro. Für die älteren Mitbürger, also für die Bewohner der Seniorenwohnanlage und der Pflegewohngruppe Adlergarten, wendet die Gemeinde 163 967 Euro auf. Dennoch können 103 783 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt werden.
Auf der Einnahmenseite des Vermögenshaushalts sind weitere 1,4 Millionen Euro ausgewiesen, so 938 000 Euro für die Erweiterung und Sanierung des Hochwasserrückhaltebecken (HRB), 250 000 Euro werden als Landeszuschuss für den Ausbau der Kleinkindbetreuung erhofft und 250 000 Euro hat Berwing als Erlös aus Grundstückverkäufen veranschlagt. Bei den Ausgaben sind für das HRB Steinenweg 1,4 Millionen Euro ausgewiesen. Für den Anbau des Kindergartens sind 415 000 Euro und für den Erweiterungsbau für die Kleinkindbetreuung sind 587 000 Euro vorgesehen. Auf 127 000 Euro wird die Erweiterung und Begrünung des Friedhofs veranschlagt, auf 70 000 Euro der Ausbau des Integrativen Cafés "Mitnander" im Schwanenhof.
Autor: Gustav Rinklin
