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01. Juli 2010
Vor dem ersten Flug gibt es Ringe
Storchenschützer beringen mit Hilfe der Feuerwehr Jungstörche in ihren Nestern / 39 Jungtiere zwischen Eichstetten und Opfingen.
MARCH/EICHSTETTEN. In einer guten Verfassung befindet sich der Storchennachwuchs in der Region Freiburg trotz der schlechten Witterung in den vergangenen Monaten. Dies stellte Gustav Bickel, Vorsitzender der SOS-Weißstorch, jüngst bei der Beringung der Jungstörche fest. Allein in der Gemeinde March konnten er und seine Helfer zehn Jungstörche beringen.
Alle beringten Störche werden nunmehr an das "Standesamt" für Vogelberingung, die Vogelwarte in Radolfzell werden kann. Das europaweite Beringungssystem gibt dann Aufschluss darüber, wo sich die Störche aufhalten und wie sie sich verbreiten. Bei der jetzigen Beringung entfielen drei Jungstörche entfielen auf den Horst auf dem Hugstetter Kirchturm, drei auf den Horst auf der zum ehemaligen Gasthaus Sonne gehörenden Scheune in Neuershausen, zwei weitere Jungstörche gibt es dort in einem Nest auf einer Pappel.Nur je einer konnte in Buchheim auf dem Rathaus und auf der Holzhauser Kirche beringt werden. Weitere neun, je drei pro Nest, seien auf dem Freiburger Mundenhof beringt worden, drei in Opfingen und einer in Hochdorf. In der Gemeinde Umkirch und in Gottenheim waren es je vier, was möglicherweise auch mit dem dort praktizierten Zufüttern zusammenhängen könne. In Merdingen und Bötzingen konnten je drei und in Eichstetten zwei Jungstörche beringt werden.
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Im Westen der Stadt Freiburg sind es damit letztlich 39 Jungstörche, etwas weniger als im Vorjahr, wohl wegen der Witterung. Die Beringung musste noch im Juni abgeschlossen werden, da die a Jungstörche in Bälde ihre ersten Flugversuche unternehmen würden und somit den Horst verlassen, wenn sich ihm Menschen nähern.
Dafür, dass Gustav Bickel und seine Helfer bis direkt an die Nester herankamen sorgte in Bötzingen, Eichstetten, Gottenheim und in Buchheim die Bötzinger Feuerwehr mit ihrem Drehleiterfahrzeug. Helmut Kanzinger und Manfred Lay hievten sie gefühlvoll zum jeweiligen Horst hoch, so dass Bickel entweder direkt aus dem Korb heraus die Störche erreichen oder, gesichert durch eine Leine, in die großen Nester selbst klettern konnte. In Hugstetten und in Holzhausen könne die beiden Kirchennester durch Luken in den Dächern erreicht werden. In Umkirch hilft die örtliche Feuerwehr, indem sie eine passende Leiter für das Nest auf dem Dach des Kirchenschiffes einsetzte, ebenso in Merdingen, wo die Störche auf dem Dach der Zehntscheuer nisten.
Der Verein SOS Weißstorch wird bei seinen Einsätzen auch von vielen Helfern in den jeweiligen Gemeinden. Einer davon ist seit schon rund 50 Jahren Erich Hess aus Gottenheim, der die Störche aus dem dortigen Nest, hoch auf der Spitze des Kirchturms, betreut. So hat er auch zeitweise Futter für die Altstörche bereit gestellt. Angewiesen sind die Storchen-freunde auch auf die viele Unterstützer, die Spenden bereit stellen.
Autor: Gustav Rinklin


