B 3

Ab heute wird in Eimeldingen geblitzt

Victoria Langelott

Von Victoria Langelott

Do, 10. Januar 2019 um 15:38 Uhr

Eimeldingen

Die Gemeinde verfolgt mit dem Blitzer das Ziel, die Menschen in Eimeldingen besser vor gesundheitsschädigendem Lärm zu schützen und die Lebensqualität im Ort zu verbessern.

Seit 2018 hat es die Gemeinde Eimeldingen schwarz auf weiß, dass sie – nach Haltingen – verkehrsgeplagtester Ort des Landkreises Lörrach ist. Im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg waren an einem Tag im Juni 2018 Verkehrsströme an der Kreuzung von B 3 und Kreisstraße aufgezeichnet worden. Dabei zeigte sich, dass Eimeldingen von fast 20 000 Kraftfahrzeugen täglich durchquert wird. Damit gibt es eine handfeste Basis, die Fortschreibung des Lärmaktionsplans anzugehen. Dies soll in der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung am Dienstag, 15. Januar, geschehen. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 19 Uhr.

"Fortschreibung Lärmaktionsplan, Beauftragung der Beratungs- und Planungsleistungen" heißt dann das Stichwort auf der Ratsagenda. Mit dem Lärmaktionsplan gibt es ein Instrument, bei nachgewiesenen Lärmbelastungen Abhilfe zu schaffen. Zu den Maßnahmen könnten Geschwindigkeitsbegrenzungen, lärmmindernde Fahrbahnbeläge, der Einbau schallschützender Fenster oder auch die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sein.

Konsequenz des Lärmaktionsplans 2011 waren in Eimeldingen vor allem Schallschutzmaßnahmen an Häusern im Bereich der B 3 gewesen. 2013 gelang es dann, beim Landratsamt und Regierungspräsidium zwischen 22 und 6 Uhr Tempo 40 durchzusetzen. Was als Nächstes möglich ist, das soll nun ausgelotet und geplant werden. Klares Ziel ist es, die Bevölkerung besser vor gesundheitsschädigendem Lärm zu schützen und die Lebensqualität im Ort allgemein zu verbessern.

Da tatsächlich schon eine Temporeduzierung den Verkehr erheblich leiser macht, ruhen die Hoffnungen derweil auf dem Blitzgerät, das ab heute, Donnerstag, in Eimeldingen wie auch in vier anderen Orten des Landkreises scharf geschaltet werden soll. Fünf Blitzgeräte sind es heute im Landkreis insgesamt, wie die Behörde in ihrer Pressemitteilung erinnert. Die weiteren vier Messplätze – einer davon in Rümmingen, ein weiterer in Wittlingen – würden erst in der dritten und vierten Kalenderwoche fertiggestellt. Die Verzögerung sei dem Personalmangel der ausführenden Baufirma geschuldet.

Zunächst werden, so kündigt das Landratsamt an, drei Kameras in den Geräten eingesetzt. Das heißt, die Geräte werden nur abwechselnd blitzen können, wobei man nie sicher ist, ob ein Gerät gerade mit Kamera ausgestattet ist oder nicht.