Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

07. Januar 2015

"Konstruktiv, dynamisch, wissbegierig"

Merstetter: Mit einem "mehr als gut motivierten Gemeinderatsgremium" ist die Gemeinde in "neue politische Zukunft" gestartet.

  1. Landrätin Marion Dammann mit Ehemann (von links) war der Einladung ebenso gefolgt wie der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster und der Landtagsabgeordnete Josha Frey. Foto: Reinhard Cremer

  2. Bürgermeister Manfred Merstetter ließ das vergangene Jahr Revue passieren. Foto: Reinhard Cremer

EIMELDINGEN. Gut 200 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung der Gemeinde zum Neujahrsempfang in der Reblandhalle gefolgt. Neben zahlreichen örtlichen Honoratioren konnte Bürgermeister Manfred Merstetter, angetan mit der besonderen Anlässen vorbehaltenen Bürgermeisterkette, auch Landrätin Marion Dammann sowie den Bundestagsabgeordneten Armin Schuster (CDU) und Josha Frey (Grüne), Mitglied des Baden-Württembergischen Landtages, begrüßen.

Als dramaturgischen Kniff für seine Neujahrsrede hatte Merstetter sich den Spruch "Wer A sagt, muss auch B sagen" vorgenommen, um alle Programmpunkte in seinen Ausführungen mit "B" beginnen zu lassen. Dabei ging er auch auf das Thema Dienstleistungsgebäude am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) ein und streifte im weiteren Verlauf auch kurz unter "Bistro oder Burger" das inzwischen durch einen Vergleich abgeschlossene Thema "McDonalds". An der Stelle, wo "McDonalds" sich einnisten wollte, wurde nun ein neues Jugendbistro unter der Federführung der Caritas eingerichtet. Dieses genieße beim Gemeinderat "eine hohe Wertschätzung", so Merstetter. Die wichtigsten Punkte der Rede fanden sich unter den Stichworten "Bilanz", "Bildung und Betreuung" und "Bauprojekte".

Werbung




Zur Bilanz: Bereits im zweiten Jahr ist die Gemeinde jetzt schuldenfrei. Trotz eines Ausgabenhaushaltes von fast fünf Millionen Euro gelang es, die Rücklagen weiter zu erhöhen. Auch sei es gelungen, die Schulden im Verwaltungsverband, im Abwasserverband und im Wasserverband zu senken. Sehr erfreut äußerte sich der Bürgermeister über die Zusammenarbeit mit dem neu gewählten Gemeinderat. "Konstruktiv, dynamisch und wissbegierig" hätten die neuen Mitglieder am Beratungstisch Platz genommen. Mit einem "mehr als gut motivierten Gemeinderatsgremium" habe die Gemeinde in "eine neue politische Zukunft starten können", so Merstetter.

Zu Bildung und Betreuung: Für die "Schullandschaft und die Kinderbetreuung" habe die Gemeinde im vergangenen Jahr "enorme Finanzmittel" bereitgestellt, sagte der Bürgermeister. Geschlossen habe sich der Gemeinderat für den Erhalt der "modern aufgestellten Grundschule" ausgesprochen. Die neue Ganztagesgrundschule wird in Binzen angesiedelt. Schulschließungen wären aufgrund zurückgehender Kinderzahlen auch ohne Bildungsreform nötig gewesen, stellte Merstetter fest. Bemerkbar mache sich die rückläufige Kinderzahl auch in den Kindergärten, wo es nun keine Wartelisten mehr gebe. In Eimeldingen habe man das gesetzlich vorgegebene Angebot von Krippenplätzen durch ein gut eingespieltes Tagesmüttermodell auffangen können.

Zu Bauprojekten: Mit einem neuen Planerduo startete die Gemeinde ein neues Projekt zum Bau eines Dienstleistungsgebäudes auf dem Bahnhofsvorplatz. Für ein "aus der Bürgerversammlung positiv bewertetes" und vor der Genehmigung stehendes Gebäude wurden 850 000 Euro eingeplant. Merstetter wies jedoch darauf hin, dass die Kosten hierfür, ebenso wie für die geplante Einsegnungshalle, laut Haushaltsplan-Beschlussfassung auf 600 000 Euro gedeckelt werden sollen. Eine Inbetriebnahme des Gebäudes sei, wenn möglich, noch für 2015 geplant. Merstetter wies darauf hin, dass auch die Gemeinde als möglicher Bauherr sich den gleichen hohen Maßstäben unterwerfen müsse, wie ein freier Investor. Im Neubaugebiet "Lettenweg/Rebacker" sind die meisten Bauplätze bebaut. Merstetter gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die neu hinzugezogenen Familien sich auch am Vereinsleben des Ortes beteiligen werden. Insbesondere jungen Familien biete Eimeldingen eine "hervorragend konzentrierte Infrastruktur".

Autor: Reinhard Cremer