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13. September 2017

Mit Nahwärme die Zukunft gestalten

Eimeldingen prüft, ob sich im Bereich der Reblandhalle ein Blockheizkraftwerk rentiert / Option auch für ein Neubaugebiet.

  1. Statt die Heizung in der Grundschule zu ersetzen, denkt man in Eimeldingen nun über eine größere Lösung nach. Ein Blockheizkraftwerk könnte weitere Gebäude versorgen. Foto: Langelott

EIMELDINGEN. Eigentlich wollte man in Eimeldingen nur die energetische Sanierung der Grundschule voranbringen. 350 000 Euro hatte der Gemeinderat dafür bereitgestellt und mit dem Einbau neuer Türen und Fenster wurde über die Sommerferien hinweg auch schon ein ganzes Stück erreicht. Das geplante Auswechseln der Heizanlage hat Bürgermeister Friebolin nun aber erst einmal ausgesetzt. Stattdessen lässt er prüfen, ob nicht ein Blockheizkraftwerk Optionen für die Zukunft eröffnen könnte – für die Schule, aber auch weit darüber hinaus bis hin zur ökologischen Versorgung eines möglichen Neubaugebiets.

Allein schon die Gebäude, die die Gemeinde rund um die Grundschule betreibt, geben der neuen Überlegung Sinn: Da ist die Reblandhalle, die eine große Menge an Energie abnimmt und die mittelfristig auch energetisch saniert werden müsse, rechnet Friebolin vor. Dazu kommen die Feuerwehr, der Kindergarten und auch die Friedhofshalle. "Da kommt in den nächsten Jahren nach und nach immer wieder etwas auf uns zu und es wäre doch ärgerlich, wenn wir jetzt in eine neue Heizanlage für die Schule investieren und uns dann erst über Alternativen Gedanken machen würden", erklärt er das Vorhaben.

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Langfristig könnte ein Blockheizkraftwerk sogar Bedeutung für die Planung eines Neubaugebiets gewinnen. "Das ist eine Form der Energieversorgung, die inzwischen immer mehr an Bedeutung gewinnt", sagt Friebolin und verweist dabei etwa auf Weil am Rhein, wo aktuell das Neubaugebiet Hohe Straße erschlossen wird, für das sogar der Anschluss an eine Nahwärmeversorgung über eine Satzung vorgeschrieben wurde.

Das Geld, das für die Sanierung der Heizung vorgesehen wurde, könne im Übrigen in andere energiesparende Techniken in der Schule investiert werden. So schlägt Friebolin vor, dass damit ein Teil der Beleuchtung auf LED umgestellt werden könnte.

Zunächst haben jetzt aber die Experten das Wort. Sie sollen möglichst bald ein umfassendes Konzept entwickeln, wie Ökologie und Ökonomie in Eimeldingen am besten in Einklang gebracht werden können – eben nicht nur für die Schule, sondern zukunftsweisend für das ganze Gebiet und die weitere Entwicklung der Gemeinde.

Autor: Ulrich Senf