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19. Juli 2010

Ein Anstifter zur Wissensvermittlung

Manfred Lange wird für seine 40-jährige Tätigkeit als Leiter des Bildungswerks Münstertal geehrt.

  1. Matthias Berg (rechts) von der Erzdiözese Freiburg überreicht Manfred Lange die Münstermedaille von Erzbischof Zollitsch. Mit ihm freute sich die Ehefrau des Jubilars, Sieglinde Lange. Foto: Hans Jürgen Kugler

MÜNSTERTAL. "Wo sich deine Talente mit den Bedürfnissen der Welt kreuzen, dort liegt deine Berufung." Mit diesem Aristoteles-Zitat lässt sich am besten der jahrzehntelange Einsatz Manfred Langes für das Bildungswerk Münstertal würdigen. Zahlreiche Vertreter von Gemeinde und Geistlichkeit haben sich bei einem Empfang im Pfarrzentrum "Kreuz" zu Ehren von Manfred Lange versammelt, der seit 40 Jahren als Leiter des Bildungswerks Münstertal tätig ist.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Karl-Heinz Riesterer gab in seinem Grußwort einen kurzen Rückblick auf die vergangenen 40 Jahre und bedankte sich bei Lange für den außerordentlichen ehrenamtlichen Einsatz. Bei ihm kämen im Jahr durchschnittlich 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammen.

Bürgermeister Rüdiger Ahlers ließ die zahlreichen Aktivitäten Langes Revue passieren und würdigte nicht nur dessen ehrenamtliche Arbeit, sondern vor allem auch dessen Persönlichkeit, seine Authentizität, seine Umtriebigkeit und Kommunikationsfähigkeit. Er schätze ihn als einen offenen und fairen Gesprächspartner. Ahlers überraschte mit der Ankündigung, dass das Staatsministerium Stuttgart Manfred Lange im Herbst die Staufer-Medaille verleihen werde, die höchste Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement in Baden-Württemberg.

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Der Direktor des Bildungswerks der Erzdiözese Freiburg, Matthias Berg, verglich Langes 40 Jahre Einsatz für das Bildungswerk mit den 40 Jahren, die Moses mit den Israeliten durch die Wüste zog, ehe er das gelobte Land erreichte. "Aber im Gegensatz zu Moses kann Lange jetzt bereits die ersten Früchte seiner Arbeit einsammeln." Er bedankte sich für den überdurchschnittlichen persönlichen Einsatz Langes für das Münstertal und konnte ihn im Namen von Erzbischof Robert Zollitsch die Münstermedaille der Erzdiözese Freiburg überreichen.

Mit dem eingangs erwähnten Zitat von Aristoteles würdigte der Vorsitzende der Kreis-Arbeitsgemeinschaft Breisgau-Hochschwarzwald Benno Dierenbach die vorbildlichen Leistungen und die hohe soziale Kompetenz Manfred Langes in den vergangenen 40 Jahren. Dessen hohe Sachkompetenz gepaart mit Menschlichkeit sei unverzichtbar für das Bildungswerk gewesen. Er übergab ihm einen Posaunenengel des Freiburger Münsters mit der Bemerkung, der Posaunenengel rufe die Auserwählten zusammen.

Bürgermeister a.D. Karl Walz erinnerte an die Anfänge der erwachsenenpädagogischen Arbeit im Münstertal, die Manfred Lange maßgeblich geprägt habe. Erst im Rückblick erkenne man die außerordentliche Leistung, die Lange durch seinen Einsatz erbracht habe.

Mit interessanten Themen und hochkarätigen Referenten sei dem steigenden Bildungsbedarf im Münstertal Rechnung getragen und zur Entfaltung der Menschen beigetragen worden. Walz rechnete abschließend vor, dass Lange in den vergangenen 40 Jahren an der Zahl der ehrenamtlichen Arbeitsstunden gemessen, allein schon 365 Tage und Nächte für das Bildungswerk tätig gewesen sei. Mit drei Flaschen hochgeistiger Getränke bedankte er sich bei ihm.

Das letzte Grußwort dieses Abends kam von Pfarrer Johannes Frische, der Lange einen "Anstifter zur Wissensvermittlung" nannte und mit dem auf Thomas Morus zurückgehenden Zitat "Nicht mit der Asche der Vergangenheit, sondern mit der Glut der Begeisterung wollen wir in die Zukunft gehen" das Ideal des geistlichen Bildungsgedankens umriss.

In seiner Dankesrede verwies Manfred Lange auf das an diesem Abend mehrfach gebrauchte Wort vom gelobten Land und meinte: "Das gelobte Land gibt es längst auf Erden – das Münstertal!" und zählte die vielen langjährigen Referenten und Kursleiter namentlich auf, erinnerte an die "Highlights" ("Früher sagte man ,Bonbons' dazu") der Bildungsarbeit und würdigte wie seine Vorredner die zahlreichen Kooperationspartner von Vereinen, Organisationen und Gruppen, ohne die diese außerordentliche Leistung nicht möglich gewesen wäre. Ein fünfköpfiges Ensemble der Schwarzwaldkapelle Münstertal umrahmte die Veranstaltung musikalisch mit der viersätzigen Bläsersinfonie B-Dur von Johann Christian Bach.

Autor: Hans Jürgen Kugler