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17. August 2012

Ein arbeitsreicher Herbst steht bevor

In Reute kommen lang vorbereitete Projekte voran / Zum altersgerechten Wohnen soll es noch eine Umfrage unter Bürgern geben.

  1. So soll die neue Ortsmitte von Reute aussehen (dunkle Gebäude). Rechts oben im Bild neben der Kirche zeigt das Gebäude mit der roten Fahne das neue Pfarrgemeindezentrum der katholischen Kirche. Foto: Pia Grättinger

REUTE. "Es wird wohl ein arbeitsintensiver, aber auch toller Herbst für die Gemeinde, denn der gordische Knoten hat sich nun endlich gelöst", so Bürgermeister Michael Schlegel. Der Grund für seine Freude: Es kann mit den verschiedenen Baumaßnahmen weitergehen, da nun der Regionalverband den Antrag genehmigt hat, den die Gemeinde vor über elf Jahren, im September 2000, gestellt hat. Dabei geht es um die Verlegung des Grünzugs im Kreuzmatten.

Dies betrifft die Grundstücke in Unterreute, die auf der rechten Seite der Hauptstraße liegen, wenn man Richtung Nimburg fährt, also gegenüber der Erweiterung der Firma Sick. Wenn der Grünzug verlegt ist, soll dort ein weiteres Gewerbegebiet entstehen. Laut einer Umfrage unter den Gewerbetreibenden in Reute sind es fünf Betriebe, die sich dort vergrößern wollen. Die Erweiterungsfläche wird wahrscheinlich 1,5 Hektar groß sein, meinte Schlegel.

Der Weg ist frei für weitere Gewerbeflächen

Dagegen ist die Fläche, die die Firma Sick für die Erweiterung benötigt, allein rund zwei Hektar groß. Davon betroffen sind elf Grundstückseigentümer, die den Verkauf ihrer Grundstücke nächste Woche beim Notar besiegeln werden. Somit tritt der Bebauungsplan "Hundslache West" in Kraft, dem bereits der Gemeinderat zugestimmt hat. Mit den Baugesuchen der Firma Sick rechnet der Bürgermeister im Herbst. Vorerst will die Firma eine provisorische Baustellenzufahrt anlegen, da vorerst nur im Süden die neuen Parkplätze und eine neue Halle errichtet werden; dies geschieht noch auf der alten Bestandsfläche. Danach verschwinden die jetzigen Parkplätze. Parallel dazu will die Gemeinde die Straße mit dem neuen Kreisverkehr in Angriff nehmen. Die Bundesbahn hat beim Ausbau der Rheintalbahn diese Baupläne der Gemeinde berücksichtigt.

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Auch für die neue Ortsmitte gibt die Gemeinde grünes Licht. Die Bebauungspläne soll Architekt Richard Stoll genauer ausarbeiten, der im Arbeitskreis mitgearbeitet hat. Der Arbeitskreis hat bereits einen funktionierenden Bebauungsplan erarbeitet, dem auch der Gemeinderat in der Klausurtagung zugestimmt hat. Der Arbeitskreis wird weiterhin das Projekt begleiten. Im September, so der Rathauschef, sollen dann Angebote von Erschließungsträgern eingeholt werden; mit zwei möglichen Trägern seien die Gespräche schon weit fortgeschritten. Zudem soll es noch Umfragen unter den Bürgern geben, welcher Bedarf an altersgerechten Wohnen besteht. "Für mich wird dies mit das Wichtigste sein, alles andere sind dann Abrundungen, die soziale Komponente steht im Mittelpunkt," erklärt Schlegel. Wichtig sei festzustellen, was benötigt werde, dann erst werden wir nach Investoren Ausschau halten. "Wir werden die neue Ortsmitte weiterhin mit der Bürgerschaft entwickeln, gemeinsam durchdenken, damit es auch passt", so Schlegel.

Planung für einen Lebensmittelmarkt wird konkreter

Ebenfalls im Herbst soll auch der geplante Lebensmittelmarkt in Angriff genommen werden. Einige Grundstücke dafür sind bereits ins Auge gefasst, sie alle liegen an den Hauptverbindungswegen von Reute, so wie es die Investoren wünschen. Ihr Einverständnis dafür haben bereits Landratsamt, Regierungspräsidium, Regionalverband, Einzelhandelsverband sowie die JHK gegeben. "Weitere Gespräche wird es mit den Investoren geben und diese stehen bereits Schlange, jedoch sollte der Markt nicht größer als 800 Quadratmeter sein," sagt der Bürgermeister. Schlegel legt auch Wert darauf, dass das Gebäude keinen viereckigen Klotz geben soll, sondern optisch passen muss. Die Gemeinde will jetzt zügig auf die Grundstückseigentümer zugehen.

Autor: Pia Grättinger