Ein Benefizkonzert, das keine Wünsche offen ließ

gd

Von gd

Mo, 26. Januar 2015

Schopfheim

Das Orchester des Theodor-Heuss-Gymnasiums setzte sich fürs Rainbowhouse of Hope Uganda ein / Zuhörer restlos begeistert.

SCHOPFHEIM (gd). Mit seinem jüngsten Konzert in der evangelischen Stadtkirche in Schopfheim hat das Theodor-Heuss-Gymnasium nicht nur ein ausgezeichnet einstudiertes und optimal wiedergegebenes Programm mit Musik aus verschiedenen Epochen dargeboten, sondern auch ein Benefizkonzert zugunsten des "Rainbowhouse of hope" für Uganda verwirklicht. Für die Tontechnik mit Mikrophonen, Verstärkeranlage und Lautsprechern sorgten vorbildlich Bernhard Bruzek und Micha Göhrig, während die Sängerin und Gesangspädagogin Jacqueline Forster als "vocal coach" in Erscheinung trat. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen von Clemens Barth und Bettina Bruzek.
Schon der Anfang des Konzerts begann mit einer von Clemens Barth komponierten Fanfare für vier Trompeten, die an englische Parallelen erinnerte. Als dann fünf Trompeten zusammen mit der von Birgit Tittel an der Schuke-Orgel die Toccata des Franzosen Charles Marie Widor intonierten, wurden die Zuhörer von dem mächtigen Klang dieser Komposition ergriffen. Etwas besinnlicher wirkte danach der "Cantus iteratus" des walisischen Komponisten Karl Jenkins.

Bettina Bruzek hatte mit ihren nach Klassenstufen eingeteilten Chören die jungen Stimmen des THG zu beachtlichen Leistungen geführt, so den Unterstufenchor mit zwei Nummern von Peter Maffay, den Chor der Klassen 7 bis 10 mit "Sealed with a kiss" von Peter Udell, während der Neigungskurs Musik K2 mit "Only you" von Vincent Martin und mit "Weit, weit weg" des Oberösterreichers Hubert Achleitner (bekannter als Hubert von Goisern) brillierte. Der Schüler-Lehrer-Eltern-Chor überzeugte mit "Notre Père" des französischen Organisten und Komponisten Maurice Duruflé und mit "Hear my prayer!" des amerikanischen Komponisten und Arrangeurs Moses Hogan.
Dann folgte ein Zeitsprung zurück in die Klassik eines Joseph Haydn mit dem zweiten Satz des Trompetenkonzerts in Es-Dur. Hier glänzte der junge Trompeter Philipp Grether als souveräner Spieler. Das THG-Orchester unter der Stabführung von Clemens Barth bewährte sich ferner bei "Joseph´s Lullaby" von Karl Nel. Hier holten sich Nico Talenta, Flügelhorn, und Jakob Gempler, Euphonium, verdienten Beifall als Blasmusik-Solisten. Ganz große Klasse waren die Geiger Gregor Hänssler von der Waldorfschule und Benedict Ritter im zweiten Satz des berühmten Doppelkonzerts in d-Moll von Johann Sebastian Bach. Gregor Hänssler holte sich auch viel Applaus mit dem Thema aus "Schindlers List" von John Williams. Aber auch der Klarinettist Moritz Hallbauer überzeugte in der Interpretation des zweiten Satzes aus Carl Maria von Webers Klarinettenkonzert in f-Moll.
Gewaltig wirkten zum Schluss die von allen Mitwirkenden dargebotenen Musiknummern "When you believe" des Amerikaners Stephan Schwartz, "Don’t fear", ein traditioneller Song, und "Homeward bound" von Marta Keen. Olivia Scheer und Bettina Bruzek bewiesen als Solistinnen ihre gesanglichen Qualitäten. Gewaltig und apotheotisch wirkten diese zuletzt gehörten Musikstücke mit allen Mitwirkenden.
Zum Schluss, nachdem sich ein Sprecher für "Rainbowhouse of hope" bedankt hatte, stimmten alle – auch das Publikum – in die traditionelle afrikanische Weise "Waibamba wai" ein, bevor ein irischer Segensgruß (Irish blessing) ein Konzert beendete, das einen musikalischen Meilenstein in der Geschichte der Konzerte des THG setzte.