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23. Juni 2012

Ein bisschen Übung und schon klappt’s

60 Kinder und 40 Erwachsene singen mit Uli Führe aus Buchenbach – Ergebnis: ein kleines, aber feines Konzert für die Verwandten.

  1. Einen Chorproben-Workshop mit Uli Führe erlebten die Schulchöre Subadola aus dem Sulzbachtal und der gemischte Chor Concordia Nova aus Laufen. Nach fast sechs Stunden gemeinsamer Arbeit mündete das Ergebnis in einem kleinen Konzert. Foto: Sabine Model

SULZBURG/BALLRECHTEN-DOTTINGEN (mod). Singen macht Spaß. Das wissen die Grundschüler aus Ballrechten-Dottingen, Sulzburg und Laufen schon lange. Sie treten erfolgreich unter der Leitung von Heidrun Zimmermann als Su- badola-Schulchöre auf. Dem gemischten Chor Concordia Nova aus Laufen ist diese Freude ebenfalls bekannt. Aber ein gemeinsamer Tag mit Uli Führe konnte dieses Gefühl noch toppen. Das erlebten 60 Kinder und 40 Erwachsene, die sich für einen Workshop mit dem Komponisten und Kursleiter für Stimmbildung, Chortraining und Liedpädagogik aus Buchenbach angemeldet hatten.

Die Idee kam Heidrun Zimmermann vor einem halben Jahr. Sie hatte selbst schon Kurse bei Uli Führe belegt und mit den Kindern einige seiner Lieder einstudiert. "Mit ihm zu proben, ist schon etwas ganz Besonders", sagt sie. Deshalb lud sie auch den Chor Concordia Nova ein, sich in den Tag einzuklinken. So konnten Kosten und Organisationsarbeit aufgeteilt werden. Die Mütter der kleinen Sängerinnen und Sänger sorgten für ein Fingerfood-Mittagsbüffet, Concordia Nova-Mitglieder für Kaffee und Kuchen. Die Schule in Sulzburg diente als Tagungsort und der singenden Begegnung der Generationen.

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Uli Führe ging auf beide Gruppen ein, erarbeitete mit Kleinen und Großen separates und gemeinsames Liedgut. Blitzschnell übertrug sich seine eigene Begeisterung auf die beiden Chöre, die er am Klavier oder mit der Gitarre begleitete. Dass manchmal die Rhythmussektion mit "dum, dum, da, ja" schwieriger zu intonieren ist als die erste Stimme mit den Strophen, wurde schon bald im Bass, Tenor und Alt offenkundig. Immer wieder lockerte Führe mit Anekdoten und Geschichten zu Liedern und Gesang die anstrengende Arbeit auf, erzählte launig über Sprachentwicklung von Hochdeutsch und Alemannisch, lobte die niveauvollen Schlager der 20er Jahre und übte den Zusammenklang von Sopran bis Bass quasi nebenbei – locker und leicht.

Bei den Kindern staunte er über die sensationell schnelle Auffassungsgabe von Bewegungen zum Lied und auch die Flexibilität bei Texten in Englisch und Französisch. Was am Ende des Tages herauskam, war ein kleines, aber feines Konzert, zu dem Eltern, Geschwister und Verwandte sowie die Bewohner des benachbarten Pflegeheimes eingeladen waren.

"Das ist gar nicht so schwer"

Mit Schwung und Pep beschrieben die Kinder im Kanon mit "Ce n’est pas compliqué. That’s easy. Das ist gar nicht so schwer", wie sie die Chorproben mit Uli Führe empfunden hatten. Mit der Gitarre fetzte Führe zu seinem Lied "Nelly Sommer", die auch an diesem Tag mit hohen Temperaturen die Akteure mächtig ins Schwitzen brachte. Die Erwachsenen stimmten den bekannten Ohrwurm "Über sieben Brücken musst Du geh’n" von Carat und Peter Maffay mehrstimmig an. Vertraut erklang die weit bekannte alemannische Version des Liedes "In Mueders Stübeli".

In den "Dschungel" zu brüllenden Löwen, schreienden Affen und schleichenden Leoparden entführten die Subadola-Kinder gleich dreisprachig mit einem Führe-Arrangement. Zum Abschluss fuhren alle gemeinsam mit "Mein kleiner grüner Kaktus" die Stacheln und erstaunliche Möglichkeiten vielfältigen Chorgesangs aus. Neben dem reichlichen Applaus hatten sich alle den Kuchen redlich verdient. Das Führe-Motto: "Ein bisschen mehr Übung, und ich bin sicher, du wirst es richtig machen", hatte sich erfüllt. Er fand jedenfalls "das war super". Und damit war er nicht allein.

Autor: mod