Ein Bündnis gegen die Depression

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Von arü

Mo, 27. Oktober 2014

Gesundheit & Ernährung

Freiburger Hilfsorganisation erweitert ihr Angebot dank Unterstützung der Aktion Mensch.

Das 2010 gegründete Freiburger Bündnis gegen Depression will über die stigmatisierte Volkskrankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten aufklären – mit Vorträgen, Öffentlichkeitsarbeit und Beratungsangeboten. "Als eine Art Nachhilfeunterricht, nachdem dies in der Schule versäumt worden ist", sagt Vorstandsvorsitzender Professor Mathias Berger.

Offenbar mit einigem Erfolg: Mehr Menschen seien bereit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der niederschwellige Beratungsbedarf nehme zu und müsse ausgeweitet werden. Möglich machte das zu Beginn dieses Jahres die Aktion Mensch. Über drei Jahre fördert sie das Bündnis mit mehr als 170 000 Euro. Damit können nicht nur zwei halbe Stellen (Sozialpädagogin, Sozialarbeiter) sowie ein Minijob finanziert werden. Das Bündnis hat auch seine konkreten Hilfen ausgeweitet:
»Kostenlose offene psychosoziale Beratungsstelle für Betroffene, Angehörige und Familien: Sie begleitet und informiert bei psychosozialen Problemen, vermittelt an die richtigen Stellen, hilft bei der Krankheitsbewältigung. Dienstags 16 bis 18 Uhr, donnerstags 14 bis 18 Uhr, Hauptstraße 6 in Freiburg, 2. OG

» Kostenlose, auf Wunsch anonyme telefonische Beratung für Betroffene, Angehörige und alle Interessierten. Dienstag 16 bis 18 Uhr, Donnerstag 12.30 bis 14 Uhr. Telefon: 0761/270 69 000

»Depressions-Informationsgruppen jeweils für Betroffene und Angehörige: In mehreren regelmäßigen Gruppensitzungen sollen Betroffene den selbstverantwortlichen Umgang mit der Krankheit üben, Angehörige sollen sie besser verstehen lernen und eigenen Belastungen vorbeugen.

»Entspannungsgruppen für Betroffene: Mit progressiver Muskelentspannung nach Jacobson werden Strategien gegen Stress, Belastungen und Krisen im Alltag eingeübt.

»Freiburger Krisen- und Notfallplan: Unregelmäßige Gruppen-Workshops, in denen individuelle Pläne für die schnelle Reaktion auf seelische Krisen und Rückfälle erarbeitet werden.

»Unterstützung des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Unternehmen, Institutionen, öffentlichem Dienst mit Vorträgen, Fortbildungen, Schulung von Führungskräften (Gruppen zum Teil mit Kostenbeteiligung)