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06. Mai 2016

Ein Konzert und zwei Ensembles

Im Gundelfinger Kultur- und Vereinshaus gastieren Anprall und L’éphémère zugunsten des örtlichen Flüchtlingshelferkreises.

  1. Die beiden Ensembles gemeinsam auf der Bühne Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. "Playground" so hieß das Projekt, das die beiden Ensembles Anprall und L’éphémère auf Einladung des Kunstvereins im Kultur- und Vereinshaus Gundelfingen jüngst aufführten.

Dabei trafen in einer besonderen Weise barocke und moderne Musik aufeinander. Nach dem wunderbaren Spiel der zwei jungen Musiker Loris Löffelholz (Querflöte) und Niklas Nathusius (Violoncello), die Werke von Georg Philipp Telemann und Robert Nessler interpretierten, traten von allen Seiten Musiker der beiden Ensembles nacheinander in den Saal ein und spielten ein Stück von Nikola Mateis.

Jedes Instrument – Klavier, Querflöte, Violoncello, Violine, Klarinette, Blockflöten, Barockvioline, Barockcello, Rahmentrommel und Schellentrommel – kam durch diese Art der Konzerteröffnung eindrucksvoll zur Geltung. Danach standen Werke von Boulez, Playford, Lindberg, Purcell, Pärt, und Torke auf dem Programm. Die Ensembles wechselten sich ab, wobei aber nie die Kommunikation zwischen den Musikern verloren ging. Diese Spannung der Musizierenden übertrug sich intuitiv auf das Publikum, das logischerweise jede Unterbrechung durch Klatschen vermied.

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Gemeinsam spielten die beiden Gruppen "Pari Intervallo" von Arvo Pärt, ein ruhiges meditatives Stück. "Playground", so wie auch das Projekt heißt, wurde von dem Cellisten Guillaume Cochard des Ensembles L’éphémère selbst komponiert. Es bildete den Abschluss des beeindruckenden Konzertes, was mit lang anhaltendem Applaus der vielen Besucher belohnt wurde.

Der Sektempfang, gestaltet vom Deutsch-Französischen-Partnerschaftsverein gemeinsam mit dem Kunstverein, ermöglichte einen gesprächigen Ausklang des Abends. Die Spenden der Zuhörer, rund 500 Euro, werden dem Flüchtlingshelferkreis Gundelfingen zugutekommen.

Autor: Andrea Steinhart