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30. Dezember 2008

Ein Märchenspiel mit vielen aktuellen Parallelen

Breitnauer Bauernbühne spielt unter der Regie von Reiner Gerwien das Stück "Die Prinzessin auf der Erbse"

BREITNAU. Ein Märchenspiel erfreute am zweiten Weihnachtstag Kinder und Erwachsene in der gut besetzten Kultur- und Sporthalle. Die Breitnauer Bauernbühne bot unter der Regie von Reiner Gerwien eine gelungene Inszenierung des Stücks "Die Prinzessin auf der Erbse" des dänischen Märchendichters Hans Christian Andersen.

"Es ist etwas zum Lachen und zum Gruseln," begrüßte Vorsitzender Detlef Higgelke die Besucher und lud die Kinder ein, direkt vor der Bühne Platz zu nehmen. Dort erlebten sie die pfiffigen und nicht eben zart besaiteten Straßenkinder der Bande Rote Zora (Malin Herrmann), die aber bei richtiger Ansprache zu überaus hilfsbereiten Kindern mutierten. Eine aktuelle Figur war der Fremdenführer Mossi Schack, glänzend dargestellt von Sebastian Faller. Mit seinem ulkigen, die Stimmbänder malträtierenden "Ausländerdeutsch", brachte er das Publikum immer wieder zum Lachen.

Als ein mutiges Mädchen, das sich nicht scheut, für sein Land und seine Menschen einzustehen, erwies sich die Prinzessin Savarella aus Nuruma (Isabell Hannig), die für ihre gekonnte Gesangseinlage Sonderbeifall erhielt. Am Klavier begleitete sie Heike Kienzler. Savarella gab dem König (Edwin Kienzler) und dem Prinzen (Denis Wursthorn), die im Angesicht der bösen schwarzen Königin (Rita Hog) allen Mut verloren hatten und wie ihr Volk aus dem Land fliehen wollten, die Hoffnung zurück. Damit rettete sie das Land und schenkte der blinden Königin Servilla (Hildegard Waldvogel) das Augenlicht wieder.

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Köstlich der Auftritt von Diener Zerboro (Karl Lickert). Vergeblich versuchte der Zauberer Sonorolo (Willi Wangler) seine Tochter Crissola (Lisa Schlegel) dem Prinzen als Gattin zu verkuppeln. Als der Prinz letztlich seiner Prinzessin die Krone aufsetzen konnte, freute er sich: "Dieses Glück wollen wir feiern." Er lud alle, auch die Straßenkinder, zu sich ins Schloss zu einer großen Feier ein. Zurück blieb allein Mossi Schack: "Alle weg. Bleib allein." Doch auch für ihn nahm die Geschichte ein gutes Ende.

Autor: Dieter Maurer