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09. November 2010
Ein mitreißendes Musical
Adonia-Gastspiel in der Bahlinger Silberberghalle macht bei Jugendlichen Lust auf mehr.
BAHLINGEN. Lust mitzumachen bekamen viele Jugendliche, welche die Aufführung des Musicals Paulus von Tarsus, mit Adonia-Chor, -Band und -Technik, in der Bahlinger Silberberghalle am Samstag miterlebten.
Adonia ist eine überkonfessionelle, christliche Jugendorganisation aus der Schweiz, mit einer Zweigstelle und einem Verlag in Karlsruhe, die Jugendarbeit im Rahmen von Musicalprojekten betreibt. In ihren Schulferien können sich Jugendliche in den Bereichen Chor, Band und Technik und mit Schauspieltalent einbringen. In den vergangenen Herbstferien haben sich 74 junge Menschen zwischen 12 und 18 Jahren aus Baden-Württemberg, betreut von elf Leitern, auf vier Aufführungen eines Musicals zur Lebensgeschichte von Paulus vorbereitet. Die vierte und letzte war in Bahlingen. Schon jetzt liegen zahlreiche Anmeldungen für Teilnehmer im nächsten Jahr vor, erklärte Tourbegleiter Georg Veit und freute sich, dass nach der Aufführung auch aus Bahlingen einige Jugendliche Interesse an einer Teilnahme an einem Projekt anmeldeten. Ein Musical zu sehen und hören ist schon ein Erlebnis, das nur vom Erlebnis, dabei mitmachen zu dürfen, übertroffen werden kann. Kein Wunder also, dass der Funke der Begeisterung schnell auf das Publikum übersprang. Wer zu spät kam hatte allerdings einen anderen ersten Eindruck. Das ganze Publikum war aufgestanden und rief angefeuert von zwei Putzfrauen auf der Bühne "Schluss jetzt"! Ein Streik? Nein, es war die das Publikum einbeziehende Einleitung zu einem Thema, das sich wie ein roter Faden durch das Stück zog. Die herrschende Klasse wünschte sich, dass die Verbreitung der "Jesussekte" aufhört, und fand in Saul von Tarsus einen Eiferer, der sich vom hohen Rat Freibriefe ausstellen ließ, Christen zu verfolgen. Die Christen wünschten sich, dass die Verfolgung aufhört. Die Botschaft des Musicals war, dass sich eigentlich alle Menschen wünschen, dass ihre Verstrickungen in Schuld und Sühne ein Ende finden, diese wie Müll am Kreuz abgelegt werden können. Saulus, der durch seine Bekehrung bei Damaskus zum Paulus wurde, war dafür ein Prototyp. Die Geschichte bot viel Stoff, rockig und mit einfallsreicher Choreografie inszeniert zu werden. Das gelang vorzüglich. Pfarrer Klaus Broßys bereute nicht, dass die Kirchengemeinde eines der Adonia-Projekte eingeladen hatte, auch wenn das nicht nur für die Mitwirkenden viel Arbeit bedeutete. Er dankte allen Bahlingern, besonders Anita-Jenny und Manfred Engler, sowie Elke und Gerhard Wörner, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten und Jugendliche und Erwachsene der Tourleitung bei sich beherbergten.Werbung
Autor: Ernst Hubert Bilke
