Ein neuer Job für Mundel in München

Otto Schnekenburger

Von Otto Schnekenburger

So, 23. September 2018

Theater

Der Sonntag Ex-Intendantin Freiburgs soll Kammerspiele leiten.

Barbara Mundel, elf Jahre lang und bis vor einem Jahr Intendantin am Freiburger Theater, soll ab 2020 die neue Chefin der Münchner Kammerspiele werden. Der Kulturreferent Hans-Georg Küppers schlug sie in der Sitzung des Kulturausschusses des Münchner Stadtrats in dieser Woche als Nachfolgerin von Matthias Lilienthal für die Intendanz der Kammerspiele vor. Im nächsten Monat soll sie dann dem Münchner Stadtrat als Nachfolgerin Lilienthals, der bekannt gegeben hatte, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, vorgeschlagen werden.

Eine Rückkehr

Für Mundel sind die Kammerspiele eine Rückkehr, sie arbeitete schon als Chefdramaturgin ein Jahr lang dort. "Hier erwartet mich ein kundiges, neugieriges und diskussionsfreudiges Publikum. Und eine Institution, die stets eine Vorreiterrolle im Sprechtheater eingenommen hat. Beste Voraussetzungen für eine spannende Zeit miteinander", wird die ehemalige Freiburger Intendantin, die zuletzt als Dramaturgin bei der Ruhrtriennale arbeitete, in einer Pressemitteilung des Münchner Kulturreferats zitiert.

Mundel stehe für eine umsichtige Öffnung des Stadttheaters, was Inhalte, Formate und Zielgruppen angeht, heißt es an gleicher Stelle von Kulturreferent Hans-Georg Küppers. Sie werde an die traditionsreiche und stets nach vorne gerichtete Linie der Münchner Kammerspiele anknüpfen.

Die Münchner Kammerspiele können als städtisches Theater auf eine lange Tradition zurückblicken, bereits 1911 wurden sie, damals noch als privates Theater, gegründet. Und mit ihrem Amtsantritt ist Barbara Mundel nach Andreas Beck aus Basel, der 2019 am Münchner Residenztheater beginnt, die zweite Intendantin, die aus der Region nach München wechselt.osc