Ein optimistischer Gemeindeammann Beat Käser

Michael Gottstein

Von Michael Gottstein

Do, 04. Januar 2018

Bad Säckingen

Neujahrsempfang in der Schweizer Gemeinde Stein / Zusammenarbeit mit Bad Säckingen ist "ein großes Anliegen".

STEIN/SCHWEIZ. Nicht die Bilanz des abgelaufenen Jahres, sondern der optimistische Blick in die Zukunft stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Gemeinde Stein (Aargau) am Dienstagabend. Dies hatte seinen einleuchtenden Grund, denn die Ansprache hielt der neue Ammann Beat Käser (FDP), der im September die Wahl gewonnen hatte. Sein Vorgänger Hans Ulrich Bühler, der die Verwaltung 24 Jahre lang geleitet hatte, war nicht mehr angetreten.

Der Steiner Gemeinderat besteht ferner aus dem neuen Mandatsträger Hans Rudolf Schlatter (SVP) sowie den wiedergewählten Räten Walter Zumstein (CVP), Bernadette Ankli (CVP) und Andrea Porriciello (SP). Beat Käser, der sein Amt "mit viel Freude, aber auch dem nötigen Respekt" angetreten hatte, erklärte, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, den Angestellten, den Kommissionen, der Industrie, dem Gewerbe, den Vereinen und Nachbargemeinden sowie vor allem mit der Bevölkerung freue. Auf das abgelaufene Jahr blicke er mit Zufriedenheit zurück, und zur Beschreibung seiner politischen Arbeit hatte er sich das abgewandelte Zitat von Henry Ford ausgesucht: "Es hängt von Dir selbst ab, ob Du das neue Jahr als Anker oder Antrieb benutzen willst." Damit betonte er einerseits die Eigenverantwortung der Akteure und Bürger, andererseits brachte er damit die von ihm angestrebte Mischung aus Innovation und Bewahrung zum Ausdruck: Es komme darauf an, die Gemeinde nach vorne zu bringen, aber man müsse auch im richtigen Moment innehalten.

Wichtig ist dem neuen Ammann die Einrichtung einer Zweirad-Verbindung zwischen den Bahnhöfen Bad Säckingen und Stein, um die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu fördern und die Umwelt zu entlasten. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Säckingen sowie die Pflege der nachbarschaftlichen Beziehungen seien ihm ein "großes Anliegen", so Beat Käser. Hinsichtlich der Gestaltung und Nutzung des ehemaligen Zollhauses, das zum Zentrum eines möglichst belebten Dorfkerns an der historischen Rheinbrücke werden soll, seien verschiedene Ideen eingegangen. Man werde nun eine Arbeitsgruppe bilden, um der Öffentlichkeit ein geeignetes Projekt zu präsentieren. Was den Rheinuferweg betreffe, so müssten noch diverse Gespräche geführt werden. Optimistisch zeigte er sich hinsichtlich des Rheinfelsparks, in dem sich altersgerechte Wohnungen sowie ein Hotel und Restaurant befinden: "Die Suche nach einem neuen Pächter ist im vollen Gange, es haben schon Gespräche mit Bewerbern stattgefunden", so Käser.

Die besondere Ehrung und Anerkennung der Gemeinde galt Hugo Sacher, der sich jahrzehntelang in außergewöhnlicher Weise für das Allgemeinwohl eingesetzt hatte. Er war Feuerwehrkommandant, Gemeinderat und Vizeammann, Initiant und Mitbegründer der Energiekommission und engagierte sich für Projekte im Bereich der regenerativen Energien sowie im Natur- und Verschönerungsverein. Schließlich ehrte Gemeinderätin Bernadette Ankli Sportler, die bei Schweizer Meisterschaften auf dem Podest gestanden hatten. Diese sind der Weitsprungmeister Christopher Ullmann, das Damentrio aus Sarina Häfeli, Tijana Marjanac und Nela Weibel (Pendestaffette) sowie Sandra Leimgruber (Steinstoßen). Die Musikschule umrahmte den Festakt mit Werken für zwei Gitarren.