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07. August 2012

Ein reges Kommen und Gehen

Was sich in der Bad Krozinger Geschäftswelt aktuell tut.

  1. Die Tage des alten und nicht mehr ganz so schmucken Kinogebäudes in der Nähe des Bahnhofs sind gezählt. Ein Händler ist bereits ausgezogen, ein anderer will bis zum Abriss noch die Stellung halten. Foto: Susanne Müller

BAD KROZINGEN. Witt Weiden kommt nach Bad Krozingen. Nach Informationen des neuen Bad Krozinger Wirtschaftsförderers Michael Vogt wird der Bekleidungshersteller und Versandhändler den Markt in der Basler Straße beziehen, der bis zum Frühjahr von der Drogeriekette Müller betrieben wurde. Und es tut sich noch mehr im Einzelhandel der Kurstadt.

Die Witt-Gruppe, ein Modeunternehmen, das vor mehr als 100 Jahren in der Oberpfalz gegründet wurde und seit 1913 in Weiden beheimatet ist, unterhält neben Filialen in Deutschland auch Geschäfte in Österreich und der Schweiz. Das Unternehmen beschäftigt laut ihres Internetauftritts rund 2400 Mitarbeiter und ist mit fünf Marken in zehn Ländern sowie mit einem Online-Versand präsent. Zum Angebot gehören Damen- und Herrenmode, Wäsche, Schuhe, Accessoires sowie Heimtextilien. Auf Damenmode und Accessoires spezialisiert ist auch das Eckgeschäft, das auf der gegenüberliegenden Seite an der Basler Straße die Nachfolge des Gemüsehändlers angetreten hat.

Ausverkauf heißt dagegen aktuell das Motto in der Bahnhofstraße 21 beim Drogeriemarkt Ihr Platz. "Da gibt es eine Unterschriftenaktion, weil viele Kunden den Drogeriestandort hier erhalten wollen", berichtet Vogt. Die Gemeinde sei ebenfalls daran interessiert, und auch vom Vermieter gebe es entsprechende Signale. "Wir verhandeln derzeit in diese Richtung, einmal um das Angebot im Zentrum zu erhalten, zum anderen, um Arbeitsplätze zu sichern." Informationen aus Geschäftskreisen zufolge soll die Drogeriemarkt-Kette Rossmann im Gespräch gewesen sein, habe jedoch abgesagt. Offen ist nach der Schlecker-Insolvenz auch, was mit dem Schlecker-Standort in Oberkrozingen geschieht. Auch für die Ladenfläche im Arkadencenter – vormals Schlecker, jedoch seit Monaten schon verwaist – gibt es nach den Worten von Vogt noch keine Alternative. Die Vermittlung des Ladengeschäfts in Oberkrozingen laufe derzeit über eine Immobilienagentur.

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Veränderungen im Bahnhofsumfeld

"Ladengeschäft zu verkaufen/verpachten", heißt es auch in der Litschgi-Passage, seit das Weinforum Ruf ausgezogen ist. Vakant sind auch die Räume gegenüber dem Löwen an der alten B 3. Bei der ehemaligen Friedhofsgärtnerei wird bereits an einem Konzept gestrickt, bis zur Umsetzung sind die Räume jedoch befristet an eine Künstlerin vermietet. Floristik gibt es in Friedhofsnähe aber jetzt schon wieder, durch den Umzug des Blumenlädele Schelb von der Kemsstraße bei der Volksbankfiliale an einen neuen Standort in der Belchenstraße.

Veränderungen sind zudem im Bahnhofsumfeld zu registrieren. Gleich neben NKD ist ein Anbieter für jugendliche Damenbekleidung eingezogen, während sich die China Boutique Wang am 31. Juli mit einem Gläschen Sekt von ihren Kunden verabschiedet hat, um künftig online zu handeln. Das Geschäft Preis-Prinz will dem Vernehmen nach weiterhin die Stellung halten, bis das Haus abgerissen wird. Gegenüber der Eisdiele in der Fußgängerzone am Lammplatz hat sich ein Vodafone-Shop angesiedelt, nebenan signalisieren Werbeplakate, dass demnächst ein Hörakustikanbieter folgt. Italienische Mode sowie eine Änderungsschneiderei gibt es neuerdings in der Passage in der Schlatter-Straße, nachdem der Betreiber der Creativ-Galerie wieder zurück in die Basler Straße gezogen ist, weil er, wie er sagt, eine Lotto-Annahmestelle übernommen hat.

Autor: Susanne Müller