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17. Juli 2012

Ein Urknall auf dem Eis?

Eishockey-Zweitligisten drohen der DEB-Führung.

EISHOCKEY (witt). Die Fronten im deutschen Eishockey sind verhärtet. Vor der mit Spannung erwarteten Gesellschafterversammlung der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) am morgigen Mittwoch, lassen die Protagonisten die Muskeln spielen. Ernst Rupp, Manager des Zweitligisten Heilbronner Falken, schickte eine Kampfansage an den Deutschen Eishockey Bund (DEB). "Es gibt den Urknall. Die DEL ist bereit, uns als DEL 2 aufzunehmen. Ich scheue die Konfrontation mit dem DEB nicht, denn wir müssen uns der DEL-Organisation anschließen."

Rainer Beck, dem jüngst für seine Landshut Cannibals von der ESBG die Lizenz für die zweite Bundesliga verweigert worden war, da ein Kooperationsvertrag zwischen GmbH und Stammverein fehlte, der aber hofft, die Lizenz vor dem Spielgericht doch noch zu erhalten, greift DEB und ESBG in punkto Lizenzierung scharf an. Der Landshuter Alleingesellschafter fordert: "Es müssen jetzt beim DEB Köpfe rollen. Ein solches Verhalten ist für uns nicht mehr tragbar. Unser wirtschaftlicher Schaden nach dieser unsäglichen Meldung über die Lizenzverweigerung ist noch gar nicht absehbar und lässt sich wohl erst in geraumer Zukunft näher beziffern."

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Deshalb bastelt Beck auch weiter am zukünftigen Modell der Zweitligisten, das er ohne DEB umsetzen will. "Wir müssen eine eigene, neue Ligen-GmbH gründen, die als DEL II an den Start geht", so Beck. "Das Ziel ist, professionelle, vereinsfreundliche Strukturen zu etablieren, so dass die Vereine gemeinsam schnellere und wirtschaftlich sinnvollere Entscheidungen treffen können." Der Immobilien-Kaufmann weiter: "Ich würde jedem Klub als Startkapital 50 000 Euro zur Verfügung stellen und ein Preisgeld von 350 000 Euro an die drei Erstplatzierten ausschütten."

Zudem, so Beck, würde er eine vereinsübergreifende Zusammenarbeit im Sponsoring, Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit für sehr sinnvoll halten. DEB-Präsident Uwe Harnos hat unterdessen betont, dass er solche Pläne nicht gutheißen werde und keine Zustimmung erteilen wolle.

Autor: witt