Ein Zeichen gelebter Freundschaft

Alfred Lins

Von Alfred Lins

Mo, 06. September 2010

Laufenburg

Zwölfköpfige deutsch-französische Radlergruppe hat sich gestern in Laufenburg auf den 955-Kilometer-Weg nach Le Croisic gemacht.

LAUFENBURG. Gemeinsam initiiert vom deutsch-französischen Freundeskreis Laufenburg und vom Comité de Jumelage in Le Croisic startete am Sonntagvormittag eine deutsch-französische Fahrradgruppe nebst Begleitfahrzeugen vom Laufenburger Rathausplatz zur Tour du Jumelage in die 955 Kilometer entfernte Partnerstadt am Atlantik. Per Flagge und Glocke gab Bürgermeister Ulrich Krieger das Startsignal.

Die zwölf Radler werden bis kommenden Freitag unterwegs sein und dabei sechs Tagesetappen mit einer Länge zwischen 143 und 170 Kilometer zurücklegen. "Wir werden täglich rund sieben Stunden im Sattel zubringen, an den sechs Tagen insgesamt 42 Stunden", informierte Torsten Amann, Vorsitzender des Laufenburger Freundeskreises, Unterwegs sind 4870 Höhenmeter zu bewältigen. Drei Länder werden die Radler durchfahren, neben Deutschland und Frankreich am ersten Tag auch die Schweiz. Nach dem Start ging es denn auch gleich über die Laufenbrücke ins Nachbarland.

Auf die Sechstagesfahrt hat sich das Team Laufenburg, bestehend aus Torsten Amann, Christoph Meister, Kerstin Ruhnke, Norbert Lederle, Heinz Lüthy, Harald Schlegel, Thomas Baumgartner, Josef Eckert und Hans-Joachim Eckert, seit Herbst vorigen Jahres gründlich vorbereitet. Mindestens einmal pro Woche trafen sich die Teilnehmer zu Trainingseinheiten, die anfänglich 50 Kilometer umfassten und im Lauf der Zeit kontinuierlich gesteigert wurden. Zuletzt legten sie die 160 Kilometer lange erste Etappe, die von Laufenburg nach Vesoul führt, "zur Probe" schon einmal zurück.

Eröffnet wurde die Tour durch einen Empfang, zu dem auch die Bevölkerung eingeladen war, am Samstagmorgen auf dem Rathausplatz. Vereine – von der Feuerwehr bis zum Schwarzwaldverein – gestalteten zur Begrüßung der französischen Fahrer um Comité-Präsident Bernard Guitton ein kleines Rahmenprogramm. In einem Grußwort wies Bürgermeister Krieger darauf hin, dass nicht das sportliche Kräftemessen im Mittelpunkt der Tour stehe. "Vielmehr geht es um einen weiteren Beweis für die lebendige und gelebte Freundschaft zwischen den beiden Partnerstädten." Er selbst habe diese Freundschaft bei seinem ersten Besuch in Le Croisic "hautnah" erfahren: "Ich kam als Fremder und bin als Freund gegangen." Krieger dankte den Organisatoren und den Sponsoren.

Auf einen Nebeneffekt wies Amann bei der Vorstellung der Teilnehmer hin – "zusammen mit unseren französischen Freunden" auf eine Organspendenaktion in Frankreich aufmerksam zu machen.

Weitere Infos im Internet unter      http://www.velo2010croisic.com