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06. Juli 2009

Eine Abschiedsfeier für Afrika

Bei der Feier für die Ruheständlerin Sabine Gruber drehte sich alles um Afrika und Burundi

  1. Sammelte bei ihrer Abschiedsfeier Geld für ein Projekt in Burundi: Lehrerin Sabine Gruber in buntem afrikanischem Tuch. Foto: Heidi Fössel

SCHUTTERTAL-SCHWEIGHAUSEN (ulb). Es war ein Abschied ganz wie sie ihn sich gewünscht hatte: In einem bequemen afrikanischen Gewand, das passende Kopftuch locker um die Stirn gebunden, die Gitarre in der Hand und um sich herum ein buntes Gewusel von Kindern in allen Größen, Haar- und Hautfarben. Mitten drin gab Sabine Gruber nochmal den Ton an so wie sie es in den vergangenen 40 Jahren ihres Lehrerdaseins immer gemacht hatte – auf ihre ganz eigene, liebevoll-sanfte Art.

Bei der Abschiedsfeier in den Ruhestand richtete sie den Blick nach außen, über den Tellerrand des Schuttertals hinaus, nach Burundi. Seit etwa drei Jahren engagiert sie sich für das Land mit all ihrer Überzeugungskraft. Mit dem Erlös des Festes unterstützt sie das Projekt von Abbé Alphonse Ndabiseruye, "Ecole Mahoro-Friedensschule" in Kimina/Burundi. Aus der von ihr vorgesehenen kleinen Feier wurde schließlich ein Fest in solch enormen Dimensionen, dass die ganze Bergdorfhalle schier aus allen Nähten platzte.

Als Zeichen der Dankbarkeit für die beliebte Kollegin, deren Offenheit, Hilfsbereitschaft und Humor sehr geschätzt wurde, zogen die Lehrer aller drei Schuttertäler Grundschulen an einem Strang, so dass sie den Besuchern am Samstag ein respektables Ergebnis des klassen-übergreifenden Projekts zum Thema Afrika präsentieren konnten. Sehr kreativ hatten sich die Kinder mit dem schwarzen Kontinent auseinandergesetzt. In Schönschrift geschriebene und einfallsreich gestaltete Themenhefte, Schmuck und Instrumente aus Naturmaterialien, eine riesige Afrikakarte, Nachbauten afrikanischer Dörfer – der Fantasie der Kinder waren keine Grenzen gesetzt.

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Aber auch Musik und Schauspiel kamen nicht zu kurz. So zeigten die Kinder der dritten und vierten Klasse zusammen das afrikanische Singspiel "Das Lied der Vögel", bei dem es um Gemeinschaft und Teilen von Gütern geht. Die farbenprächtige Ausstattung der Bühne, bei der die Landesfarben von Burundi – grün, weiß und rot – dominierten, hatten auch die Kinder unter Anleitung ihrer Lehrkräfte übernommen. Neben dem Schauspiel rundeten Trommel- und Gesangseinlagen das Fest ab. Selbst bei der Versorgung der hungrigen Gäste hatten sich die Organisatoren etwas einfallen lassen: an drei Stationen mit köstlichem Fingerfood konnte sich jeder für wenig Geld den Teller mit Leckereien füllen und dabei die Zahlen auf dem Spendenkonto nach oben treiben.

Auch die Gemeinde Schuttertal beteiligte sich am Hochtreiben: Bürgermeister Carsten Gabbert überreichte Sabine Gruber einen Spendenscheck.

Autor: ulb