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22. Juni 2009
Eine alte Tradition lebt wieder auf
Sprengmeister Horst Schmutz wird die Gemeindekanone von Ehrenstetten restaurieren
EHRENKIRCHEN (gln.). In Ehrenkirchen wird beim ein oder anderen Fest im Jahr bald wieder ein Salutschuss aus einer Gemeindekanone zu hören sein. Einstimmig billigte der Gemeinderat jetzt nämlich den Wunsch von Horst Schmutz aus Ehrenstetten, die Gemeindekanone zu restaurieren, dauerhaft von der Gemeinde auszuleihen und bei großen Festen Salutschüsse abzugeben.
Bürgermeister Thomas Breig berichtete den Gemeinderäten, dass es in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts bei vielen Gemeinden üblich war, sich Salutkanonen anzuschaffen. Offnadingen und Ehrenstetten hatten so eine Kanone. Die Offnadinger Kanone sollte eigentlich verschrottet werden, wurde jedoch von Ortsvorsteher und Gemeinderat Gustav Gehri auf eigene Kosten wieder hergerichtet und ist heute sein Eigentum.
Die Kanone aus Ehrenstetten ist im Rathaus untergebracht und nicht mehr funktionsfähig. Nun hatte zunächst eine Interessengemeinschaft von Kanonieren im Markgräflerland Interesse an dem Stück und auch Horst Schmutz aus Ehrenstetten. Als Sprengmeister verfügt er über eine Zulassung als Kanonier. Er erhielt nun den "Zuschlag" des Rates: Zu einem symbolischen Preis von 10 Euro pro Jahr und mindestens einem Salutschuss am Lorenzemärt erhält er die Kanone als Leihgabe der Gemeinde. Zunächst aber wird sie restauriert und muss eine Zulassung beim Beschussamt erhalten.
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Autor: gln
