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16. Juli 2012

Eine neue Ära beginnt

Werkrealschule Oberes Elztal entlässt ersten Abschlussjahrgang / Alle 56 Schüler haben bestanden.

  1. Erstmals standen so viele Schüler auf der Bühne der Festhalle in Oberwinden. 21 von ihnen bilden nach den Sommerferien die erste zehnte Klasse der Werkrealschule Oberes Elztal. Foto: Elfriede Mosmann

  2. Diese Schülerinnen und Schüler haben eine Eins vor dem Komma bei ihrem Notendurchschnitt auf dem Abschlusszeugnis und erhielten einen Preis. Foto: Elfriede Mosmann

WINDEN/ELZACH/BIEDERBACH. Das waren neue Dimensionen einer Schulentlassfeier in Oberwinden – Zeichen einer neuen Ära. Die Werkrealschule Oberes Elztal trat erstmals öffentlich in Erscheinung. Eine voll besetzte Kirche St. Stephan in Oberwinden, eine aus allen Nähten platzende Festhalle am Schulort der beiden Entlassklassen aus drei politischen Gemeinden. Die Entlassfeier zeigte, dass die Integration gelungen ist. Die Lehrkräfte haben das ihre dazu beigetragen.

Ein harmonischer Jahrgang hat sich gut präsentiert und mit einem bemerkenswerten Liedtext verabschiedet "Der Weg wird kein leichter sein, er wird steinig sein". Klassensprecher Felix Weber: "In der neunten Klasse wurden die Karten neu gemischt, aber wir haben uns schnell an die Umstände gewöhnt und versucht, aus unserem Schicksal das Beste zu machen". Es ist gelungen.

Alle 56 Schülerinnen und Schüler haben die Abschlussprüfung nach der neunten Klasse bestanden, 24 mit der Note gut (1,5 bis 2,0), 25 mit befriedigend und sieben mit ausreichend. 34 (61 Prozent) streben die Mittlere Reife an, 21 von ihnen an der Werkrealschule Oberes Elztal. Alle anderen beginnen eine Berufsausbildung – 24 als Handwerker und zwei in kaufmännischen Berufen. "Der Trend geht wieder zum Handwerk", freut sich der Schulleiter, "es ist auch eine Auswirkung der Berufswegeplanung an der Schule". Alle Schüler erhielten den Wirtschaftsführerschein der Handwerkskammer Freiburg.

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Rektor Dieter Gühr händigte die Zeugnisse aus. Preise für eine Eins vor dem Komma erhielten Marius Noah Schmidt, Prechtal 1,7; Tamara Thoma, Prechtal 1,8; Denis Kempf, Yach 1,9; Armin Michael Weber, Biederbach 1,9; Larissa Thoma, Yach 1,9; Melissa Theresia Maier, Prechtal 1,9; Nina Joelle Weber, Oberprechtal 1,9. Den sechs aus Elzach überreichte Bürgermeisterstellvertreter Karl-Heinz Schill den Josef Burger-Preis, alle Biederbacher Entlassschüler erhielten von Bürgermeisterstellvertreter Ludwig Disch ein Präsent der Gemeinde. Die mehr als dreihundert Anwesenden spendeten gehörig Beifall.

Sympathisch führte das flotte Duo, Melissa Maier und Felix Weber, durchs Programm, das seinen Lauf schon im Wortgottesdienst in St. Stephan Oberwinden genommen hat, wo Gemeindereferentin Barbara Löffelbein und Pfarrerin Barbara Müller-Gärtner von der evangelischen Gemeinde Elzach-Oberprechtal den Jugendlichen die göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe ans Herz legten und sie mit Gebeten und dem göttlichen Segen ins Leben entließen.

Die Anwesenheit der Vertreter der drei politischen Gemeinden, "dokumentiert die Verbundenheit zur neuen Werkrealschule", sagte Gühr in der Festhalle. Mit einem absoluten Novum gehe die Schulzeit der 56 Entlassschüler zu Ende. "Ihr habt damit Geschichte geschrieben im oberen Elztal, ihr seid der erste Entlassjahrgang der neu gegründeten Werkrealschule".

Ein kleiner satirischer Streifzug durch die Epochen mit den ewigen Konflikten zwischen Jugend, Eltern und Lehrern amüsierte in Wort und Bild. Einstellen auf lebenslanges Lernen, empfahl der Rektor, und dass ohne Saat keine Ernte zu erwarten sei. "Durchhalten können und eine Portion Glück", wünschte er allen. Elternvertreterin Esther Rudloff meinte:"Ab sofort könnt ihr über euren Lebensweg selbst entscheiden." Bürgermeister Clemens Bieniger freute sich auch für seine Kollegen aus Elzach und Biederbach, "dass die drei Gemeindeflaggen die Bühne dekorieren". Er gratulierte zum gelungenen Abschluss, der den Weg weise ins Berufsleben oder in eine weiterführende Schule. Er wünsche sich, dass die jungen Menschen Bereitschaft zeigen, "zum Wohle der Gesellschaft einen Beitrag zu leisten". Sein Dank galt dem Rektor, den Lehrern und Eltern: "Alle haben maßgeblich zum Erfolg beigetragen".

Endlich konnte das Unterhaltungsprogramm beginnen. "Wer wird Millionär", natürlich mit Lehrer Anselment als Kandidaten, der die Million gewann und gleich beim Chef kündigte. Es wurden die Lehrer glossiert, der Berlinaufenthalt dokumentiert, Supernummern, wie Feuershow und Traditionstanz, gezeigt, und Lehrern und Eltern gedankt, "für das, was sie für uns getan haben".

Autor: Elfriede Mosmann


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