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28. Oktober 2009

EINER VON 48: Recht auf die eigene Meinung

Hendrijk Guzzoni (Linke Liste) in Fundamentalopposition

  1. Hendrijk Guzzoni Foto: privat

Kann man radikal gegen die herrschende Gesellschaftsordnung sein und trotzdem im Gemeinderat Politik machen? Ja, findet Hendrijk Sergio Thomas Guzzoni. In einer Zeit der Globalisierung werde Kommunalpolitik immer wichtiger – und die Auswirkungen politischer Entscheidungen hier wenigstens sichtbar. Deshalb ist Guzzoni nun schon seit zehn Jahren Stadtrat der Linken Liste und betreibt Fundamentalopposition im Kommunalen. Dass er dabei noch immer radikal denkt, demonstrierte er zuletzt im vergangenen Jahr, als er in einem Interview sagte, dass er die DDR nicht als Unrechtsregime bezeichnen würde, und die Mauertoten mit ertrunkenen afrikanischen Flüchtlingen verglich. Die Aufregung war groß, Guzzoni blieb bei seiner Meinung.

Für sein Recht auf Meinung hat er schon früh streiten müssen, das hat ihn geprägt. Mit 20 Jahren trat er in die Deutsche Kommunistische Partei ein, in deren Bundesvorstand er heute noch ist. Wegen dieser Mitgliedschaft prozessierte er, der ursprünglich italienischer Staatsbürger war, jahrelang um seine Einbürgerung gegen die Stadt Freiburg – und gewann. Die Übernahme in den Referendarsdienst allerdings scheiterte nach mehr als zwölf Jahren Prozessierens an seiner DKP-Mitgliedschaft. Im Gemeinderat kümmert er sich um Kulturpolitik, um Wohnen und Mieten und um sozial benachteiligte Menschen. Und sein Herzensprojekt ist der "Förderverein Kinderprojekt Awassa", der Aids- und Kriegswaisen in Äthiopien ein neues Zuhause bietet: "Ein Zehntel meiner Zeit bin ich dort." BIOGRAFISCHES

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Geboren: 6.2.1956 in Freiburg, verheiratet

Beruf: Altenbetreuer

Wohnort: Rieselfeld

Hobbys: Katzen, Inlineskaten

Alle Folgen finden sich unter: http://www.badische-zeitung.de/gemeinderat-freiburg

Autor: si