Feuerwehreinsatz

Einfamilienhaus in Rickenbach-Hütten gerät in Vollbrand

Felix Held

Von Felix Held

So, 02. September 2018 um 07:22 Uhr

Rickenbach

Ein Einfamilienhaus in Rickenbach-Hütten ist laut Polizei in der Nacht zum Sonntag in Vollbrand geraten. Ein Hausbewohner wurde mit dem Verdacht auf Rauchvergiftung dem Rettungsdienst übergeben.

Ein Einfamilienhaus in Rickenbach-Hütten ist laut Polizei in der Nacht zum Sonntag in Vollbrand geraten. Ein Hausbewohner wurde mit dem Verdacht auf Rauchvergiftung dem Rettungsdienst übergeben.

Am frühen Sonntagmorgen, gegen 1.20 Uhr, wurde über die Rettungsleitstelle in Waldshut ein Gebäudebrand in Rickenbach-Hütten, Landkreis Waldshut, gemeldet, heißt es in einer Polizeimeldung von Sonntagnacht.

Beim Eintreffen von Feuerwehr und Polizei stand das Einfamilienhaus im Vollbrand. Die Brandursache ist unklar, es wird momentan aber von einer technischen Ursache ausgegangen, schreibt die Polizei. Die Löscharbeiten dauerten laut dem Rickenbacher Gesamtkommandanten Tobias Ücker bis etwa 7 Uhr am Sonntagmorgen. Bis zum Nachmittag ist noch eine Brandwache vor Ort.

Ein Hausbewohner, der sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs alleine im Haus befand, wurde mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung an den Rettungsdienst übergeben.

Die Feuerwehr Rickenbach war mit etwa 80 Einsatzkräften vor Ort. Außerdem die Feuerwehr Bad Säckingen mit etwa 20 Kräften, die Feuerwehr Herrischried etwas später zur Ablösung mit etwa 15 Kräften und die Feuerwehr Wehr mit sechs Kräften. Die Feuerwehr Waldshut-Tiengen war mit einer Wärmebild-Drohne zur Unterstützung und Dokumentation vor Ort. Außerdem waren das DRK-Rickenbach mit fünf Einsatzkräften und der Rettungsdienst mit acht Kräften vor Ort. Das THW war zur Fachberatung mit zwei Kräften in Hütten. Von den Einsatzkräften ist laut Tobias Ücker niemand zu Schaden gekommen.

Es sei schnell klar gewesen, dass außer der verletzten Person, die bei Eintreffen der Feuerwehr bereits versorgt wurde, niemand anders in dem Gebäude sei. Das habe die Person berichtet. Eigentlich gebe es in dem Haus drei Wohnungen, doch die übrigen Bewohner seien derzeit wohl alle in den Ferien, so Tobias Ücker. Deswegen müssten akut auch keine alternativen Wohnungen für sie gesucht werden. Die Gemeinde Rickenbach halte aber wohl zwei solcher Notwohnungen vor, das habe die Feuerwehr noch in der Nacht abgeklärt. Ein Mitarbeiter der Verwaltung sei stellvertretend für Rickenbachs Bürgermeister Dietmar Zäpernick, der ebenfalls im Urlaub weile, vor Ort gewesen.

"Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Ich rechne mit einem Totalschaden", sagte Tobias Ücker am Sonntagmorgen. Die Höhe des Schadens liegt laut Polizei im mittleren sechsstelligen Bereich. Die Feuerwehr habe das Haus abgesperrt, da die Sicherheit nicht gewährleistet werden könne. Am Nachmittag werde das Haus zudem versiegelt, da die Polizei noch Untersuchungen anstellen wolle. Die weiteren Ermittlungen werden vom Polizeiposten Görwihl geführt. Gemeldet worden sei eigentlich ein Zimmerbrand, doch bei Eintreffen der Feuerwehr habe das Haus bereits großflächig gebrannt, so Tobias Ücker. Es handle sich beim dem Haus um einen umgebauten Bauernhof, der nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werde.