EIN WORT DAZU: Eine Nummer zu groß?

Gert Brichta

Von Gert Brichta

Sa, 21. Juli 2018

Eisenbach (Hochschw.)

Lobenswert ist die Absicht der Gemeindeverwaltung, Menschen im Alter den Verbleib in Eisenbach mit einer entsprechenden Einrichtung zu ermöglichen. Vieles spricht für das Vorhaben seniorengerechtes Wohnen – doch es spricht auch einiges dagegen. Keineswegs kann die geplante Einrichtung alle Bereiche der Seniorenbetreuung und Pflege abdecken. Die Rentabilität des Vorhabens wird sogar von Fachleuten in Frage gestellt. Die Kosten, selbst wenn massiv abgespeckt werden würde, sind für eine Gemeinde wie Eisenbach groß – eine Nummer zu groß. Unterhaltungskosten, Personalkosten und vieles mehr würden den Gemeindehaushalt in Zukunft auf Dauer belasten. Als praktisches Beispiel hierfür dient die Wolfwinkelhalle, die in den vergangenen Jahren hohe Kosten für den Unterhalt nach sich zog. Durch das Streichkonzert muss das komplette Einrichtungssystem neu überdacht, Planungen neu erstellt werden – das zieht weitere Kosten nach sich. Mehr als eine halbe Million Euro hat die Gemeinde bislang schon investiert. Die Frage, die man sich stellen sollte, lautet: Wäre es nicht sinnvoller, jetzt einen Schlussstrich zu ziehen, als an einer nur schwer kalkulierbaren Idee festzuhalten?