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09. Oktober 2017

Forum für die Kunstschaffenden

Förderkreis Kreatives Eisenbach organisiert siebte Ausstellung in der Wolfwinkelhalle / Viele Künstler kommen zur Vernissage.

  1. Auch der Kunstverein Löffingen war mit Exponaten vertreten – hier ein Werk von Sylvia Benz. Foto: Gert Brichta

  2. EIn Feuerwerk der Farben präsentierte Eva Kneipp Foto: Gert Brichta

EISENBACH. Es ist die Kunstausstellung Nummer sieben, die der Förderkreis Kreatives Eisenbach organisiert. Die im zweijährigen Rhythmus stattfindende Ausstellung gibt Hobbykünstlern, aber auch professionellen Künstlern aus der Gemeinde und der Region eine geeignete Plattform, um sich und ihre Werke einem interessierten Publikum präsentieren zu können. Am Freitagabend wurde zur Vernissage eingeladen, Freunde der Kunst sowie die meisten Aussteller waren vertreten.

Jürgen Holtz, Vorsitzender des Förderkreises, begrüßte den Kreis und verwies auf die schöne Tradition dieser Ausstellung, bei welcher stets neue Talente ihre Exponate der Öffentlichkeit vorstellen können. Es folgte ein Gang durch die Ausstellung im Veranstaltungsraum der Wolfwinkelhalle, wobei bei an allen Stationen erklärende Worte zu den Ausstellungsgegenständen gegeben wurden.

Mit freien Improvisationen bereicherte Jürgen Gauger musikalisch die Vernissage in der Wolfwinkelhalle.

Auffällig bei der siebten Ausstellung ist, dass es in Eisenbach sehr viele Neubürger gibt, die den Schritt wagen, um sich öffentlich mit ihrer Kunst darzustellen. Ob Caroline von Mering, Thomas Ackermann oder Paul Valerry, um nur einige zu nennen, waren vertreten und auch junge Mitbürger wie Nathalie Kleiser wagten den Sprung in die Öffentlichkeit. Aber auch die ganz jungen Kunstschaffenden, die Schülerinnen und Schüler der Lichtenbergschule, präsentierten sich mit Arbeiten aus dem Unterrichtsfach Bildhaftes Gestalten und setzten damit einen lebhaften Akzent.

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Beeindruckende Vielfalt von Formen und Strukturen

Professionelle Kunst zeigte Heinrich Graf, der die "Graue Passion" von Hans Holbein auf eine neue Art interpretierte und quasi eine Neuauflage mit der Gegenüberstellung von Gesichtern seines großen Vorbildes neu in Szene setzte, Gestaltungsstrukturen vorstellte und den Weg zu seinen professionellen Arbeiten beleuchtete und aufzeigte.

Ein weiterer Höhepunkt waren neben den Arbeiten von Wolfram Trimpin aus Löffingen, dessen Arbeiten zeigten wie aus Schwemmholz herausgearbeitete Holzstrukturen ästhetisch geformte Figuren und Gestalten entstehen, die er durch Entfernen von Schlamm und Sand sowie durch subtile Schleifarbeiten Objekte entstehen lässt, die in Form und Struktur beeindruckten.

Fotoarbeiten gab es viele, Karl Meister aus Oberbränd setzte Akzente und präsentierte neben der Skyline von Frankfurt mit den faszinierenden Wolkenkratzern der Finanzmetropole Gegensätze und zeigte naturbelassene Wälder mit Jahrhunderte alten Wäldern aus einem Naturpark in Nordhessen.

Jaqueline Huschle, auch eine Neubürgerin aus Eisenbach, beeindruckte mit Siebdrucktechnik. Ihre Professionalität geht zurück auf die künstlerische Ausbildung. Schmetterlinge auf chinesischem Papier in überdimensionierter Größe zeigten auf, wie fundiert ihre Kenntnisse in Sachen Kunst beheimatet sind.

Maria Rohrer stellte eines ihrer Gemälde für die Ausstellung zur Verfügung und Bianca Bohnet, die talentierte Bildhauerin und frisch freigesprochene Schreinergesellin, präsentierte Einblicke in ihr Schaffen. Nathalie Kleiser, eine Industriekauffrau und Mutter zweier Kinder, beleuchtete ausführlich ihr Hobby, das Nähen. Franz Spitz, ehemaliger Ausbildungsleiter eines renommierten Eisenbacher Unternehmens, schuf aus Metall durch Hämmern und Gravieren das Bild seines Elternhauses und Cornelia Schallau zeigte Bilder von wilden Tieren, geschossen mit der Fotokamera in zoologischen Parks. Eva Kneipp war mit ihren neuen Schöpfungen vertreten und Charlotte Haarmann zeigte Gemälde, in welchen Felsformationen des Hochschwarzwaldes zu sehen waren.

Mit dabei auch der Löffinger Malkreis, Stefanie Waldvogel mit einem beeindruckenden Gemälde mit interessanten Farbkontrasten sowie Karola Steiert, die am Fuße des Feldbergs lebt und mit ihren Kreationen aus Krawattenresten Kunstwerke schafft. Last but not least: Renate und Jürgen Holtz mit ihren Exponaten sowie Jupp Löffler, der Newcomer, der mit Bleistiftzeichnungen die Gesichter des Bubenbacher Elferrates porträtierte.

Es war alles in allem eine gelungene Ausstellung, die Hoffnung schürt, dass derartige Präsentationen von Künstlern aus der Region auch in der Zukunft stattfinden mögen.

Autor: Gert Brichta