Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

08. Juni 2009 10:06 Uhr

Gemeinderatswahlen in Eisenbach

Ergebnis der Kommunalwahl

Im neuen Gemeinderat von Eisenbach hat die Liste Freie Wählervereinigung (FW) mit sieben Sitzen die Nase vorn vor der Freien Bürgerliste (FB), die auf fünf Sitze kommt. Diese Sitzverteilung entspricht Anteilen von 56 zu 44 Prozent, darf aber für die künftige Kommunalpolitik in der Hochschwarzwaldgemeinde als bedeutungslos angesehen werden, wie Bürgermeister Alexander Kuckes gestern in einer ersten Stellungnahme meinte.

  1. Der neue Gemeinderat Foto: BZ

EISENBACH. EISENBACH. Denn es ging ja, wie berichtet, im Vorfeld darum, überhaupt genügend Bewerberinnen und Bewerber für die ursprünglich 14, jetzt nur noch zwölf Sitze zu finden. Und es ging auch darum, angesichts der knappen Zahl von Kandidatinnen und Kandidaten keinen Sitz verfallen zu lassen. Deshalb wurden die Listen bewusst so besetzt, dass eine gewisse Ausgewogenheit gewährleistet schien.

Tatsächlich schätzt Kuckes das Wahlergebnis als "erwartungsgemäß" ein: Die erfahrenen Ratsmitglieder, die wieder kandidierten, und vier von sechs Neulingen, die für die Ausgeschiedenen nachrücken mussten. Wobei, wie der Bürgermeister in seiner Analyse festgestellt hat, die Wählerinnen und Wähler offensichtlich sehr bewusst ihre Stimmen so abgegeben haben, dass außer Eisenbach alle Ortsteile gleichmäßig besetzt sind.

Von 1621 Wahlberechtigten nutzten 955 ihr Recht, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 58,91 Prozent. Allerdings waren 24 Wahlzettel ungültig. Über die 931 gültigen Wahlzettel wurden 10 510 gültige Stimmen verteilt, 62 wurden "verschenkt", also nicht vergeben.

Werbung


Zum Vergleich: 2004 waren es 1653 Wahlberechtigte, von denen 1052 zur Urne schritten, was einer Beteiligung von 63,6 Prozent entspricht. 2004 waren allerdings die Auswahl mit 23 Kandidatinnen und Kandidaten größer. 2004 war das Wahljahr des Generationswechsel am Ratstisch gewesen.

Spitzenreiter sind Karl Duttlinger und Manfred Schätzle
Kuckes meinte, 58,91 Prozent seien "nicht zufriedenstellend" als Beweis für ein gut entwickeltes Demokratieverständnis. Auch wenn Eisenbach, wie er meint, damit noch vergleichsweise gut dastehen dürfte. Mehr als 60 hätte er sich schon gewünscht. In Schollach, hält er entgegen, seien mehr als 75 Prozent zur Wahl des Ortschaftsrats gegangen. Auf der anderen Seite habe sich eine schwache Wahlbeteiligung abgezeichnet, Kreistag und Europa seien noch schwächer.

Der neue Gemeinderat dürfte unter Beachtung der Fristen und der Sommerferien Mitte September zu seiner konstituierenden Sitzung gerufen werden. Kuckes sieht für das neue Gremium drei Schwerpunkte: Schauen, was man aus wenigen Mitteln noch machen kann, den Bevölkerungsrückgang zumindest stoppen sowie die Ortsstrukturen attraktiv gestalten.

Gewählt sind bei der Freien Wählervereinigung: Maria Beushausen aus Eisenbach (913), Karl Josef Duttlinger aus Eisenbach (1578), Marco Glaser aus Oberbränd (578, neu), Joachim Gloeden aus Eisenbach (899), Ilona Pfrengle-Nobs aus Bubenbach (675, neu), Martin Weißer aus Eisenbach (518, neu) und Karl Willmann aus Eisenbach (726).

Bei der Freien Bürgerliste Walburga Ganter aus Bubenbach (517, neu), Peter Kleiser aus Schollach (939), Wolfgang Kleiser aus Schollach (592), Harald Müller aus Oberbränd (861) und Manfred Schätzle aus Eisenbach (1377).

Ersatzbewerber sind Michael Brasig aus Eisenbach mit 162 Stimmen und Bernd Kohler aus Eisenbach mit 175 Stimmen (beide Freie Bürgerliste).

Spitzenreiter in der Gunst der Wähler waren Karl Duttlinger (1578), Manfred Schätzle (1377) und Peter Kleiser (939) vor Maria Beushausen (913), Joachim Gloeden (899) und Harald Müller (861).

Ortschaftsrat Schollach
Für den Ortschaftsrat Schollach (sechs Sitze) sind gewählt: Hubert Dorer ( 136 Stimmen), Alexander Heizmann (145), Alfred Hofmeier (86), Peter Kleiser (210), Wolfgang Kleiser (95) und Martin Winterhalder (86). Ersatzbewerber sind Bernd Knöpfle (77) und Ulrich Hoch (24).

Autor: Peter Stellmach