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09. Dezember 2009

Freude am Singen aus vollen Kehlen

Der Chorgemeinschaft gelingt ein überzeugendes Jahreskonzert

  1. Die Sänger der Chorgemeinschaft Eisenbach und Schwärzenbach berührten die Herzen der Zuhörer. Foto: eva korinth

EISENBACH. Glückselig war das Publikum am Ende des Jahreskonzerts der Chorgemeinschaft Eisenbach und Schwärzenbach. Die Sänger hatten die Herzen und Seelen ihrer zahlreich erschienen Zuhörer berührt und die Erwartungen auf einen schönen Abend erfüllt.

Verhalten, getragen begann das Konzert, dann folgte der Schwenk Richtung Weihnachten, der zweite Teil bot Lieder aus aller Welt. Das Publikum wurde geschickt eingebunden, durfte klatschen, singen und summen nach Herzenslust und machte mit voller Kehle mit.

An den Lippen von Panflötenvirtuose Oskar Javelot aus Freiamt klebten die Augen aller im Saal. Auch Bürgermeister Alexander Kuckes bekundete am Schluss: "Ich hing so gebannt an seinen Lippen, wie die Panflöte, die er spielte." Gekonnt baute Javelot auf dem Schilfrohrinstrument Brücken zu den Menschen, der berühmte Funke sprang hin und her. Während die Panflöte in höchsten Tönen brillierte, war es mäuschenstill im Zuhörerraum. Javelot durfte nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Dirigent Franz-Ferdinand Willmann hatte seine Schar gekonnt vorbereitet und die Literatur geschickt ausgewählt. Die Wolfwinkelhalle war schön adventlich geschmückt. Unter den Zuhörern, die aus der ganzen Region gekommen waren, befanden sich viele Sänger von befreundeten Chören. Auch der Vorstand der Gruppe Hochschwarzwald im Sängerbund Breisgau war komplett vertreten.

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Fast schüchtern begann der Männerchor aus Eisenbach und Schwärzenbach mit "O wunderbares, tiefes Schweigen…", dem "Morgengebet" von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit vier Stücken ehrte die Chorgemeinschaft den vor 200 Jahren gestorbenen Komponisten, Dirigenten und Pianisten der Romantik. Schmelzende Stimmen trugen die klassischen Stücke verhalten und getragen. Kraftvoll erklangen des Jägers Abschied und das melancholische "Nun zu guter Letzt". Konzerthöhepunkt war das "Ave Maria der Berge" mit Solist Engelbert Fehrenbach; es war das Ständchen für den Geehrten Paul Wangler, der, wie berichtet, seit 50 Jahren im Männergesangverein Eisenbach und dann in der Chorgemeinschaft mit Schwärzenbach den ersten Bass gibt. Ein Hörgenuss waren die Weihnachtslieder, voller Inbrunst sang das Publikum "Oh du fröhliche" mit.

"Gegensätze der Chormusik" hatte Dirigent Willmann für den zweiten Konzertteil ausgesucht. Nun ging es einmal quer durch die internationale Literatur: Man weilte kurz in Amerika, frohlockte für ein russisches Mädchen und machte den Eisenbacher und Schwärzenbacher Fröschen mit köstlichen Froschgequake Konkurrenz. Das Publikum applaudierte begeistert. Javelot hatte es nach dieser Darbietung nicht leicht mit seinem zweiten Auftritt. Zum Schluss trugen die Sänger bekannte Melodien aus dem "Schwarzwaldmädel" vor. Der Bitte von Kuckes, nicht ohne Zugabe abzuschließen, folgten sie mit der Titelmelodie des Films "Dornenvögel" und – krönender Abschluss – dem erneuten "Frohe Weihnachten".

Autor: Eva Korinth