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11. Oktober 2011
Hobby und Kunst in großer Vielfalt
Ausstellung in Eisenbach fand reges Interesse.
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Stets vor Ort bei der Ausstellung: Der 92-jährige Franz Demattio und seine Dampfmaschinen. Bereitwillig ging er auf Fragen ein. Foto: Heidrun Brichta
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Groß war das Interesse der Bevölkerung an der Ausstellung Eisenbacher Hobbykünstler. Im Hintergrund die faszinierenden Bilder von Heinrich Graf, der das Leiden seiner Frau malerisch zum Ausdruck brachte. Foto: Heidrun Brichta
EISENBACH. Groß war das Interesse der Bevölkerung an der Ausstellung Eisenbacher Hobbykünstler. Schon die Vernissage am Freitagabend lockte zahlreiche Interessenten in die Wolfwinkelhalle. An diesem Abend wurden die Exponate von Roswitha Stemmer-Beer und Heinrich Graf vorgestellt.
Die letzte Ausstellung dieser Art fand vor zwei Jahren statt, seither musste der Förderkreis schmerzliche Verluste beklagen. Mit einer Gedenkminute für Beate Graf, Erna Höfler sowie Ulrich Beer begann die Ausstellungseröffnung. Zu Ehren von Erna Höfler wurde ein Gedenktisch aufgestellt, mit dem an ihr großartiges Schaffen in der eigenen Töpferei erinnert wurde. Besonders begrüßt wurde die ehemalige Dorfschreiberin Barbara Bollwahn, die sich gegenwärtig wieder in Eisenbach aufhält, mit der Lichtenbergschule kooperiert und gemeinsam mit Renate Hintz das jüngste Projekt vorstellte: Collagen mit Worten, die Geschichten ergeben.Die wohl herausragendsten Exponate der talentierten Eisenbacher kamen aus dem Hause Tritschler. Rita und Ernst Tritschler, die in der Verarbeitung von Holz, Stein und Metall aufgrund ihrer langjährigen Ausbildung hohe Professionalität entwickelten, präsentierten einen Querschnitt ihres Schaffens. Beeindruckend dabei waren nicht nur die hohe Qualität der Werke, sondern auch die Art der Präsentation. Immer wieder ein Anziehungspunkt sind die Dampfmaschinen von Franz Demattio, der im Ruhestand dieses Hobby entwickelte. Umlagert waren seine Maschinen auch während der Ausstellung, der 92-jährige Tüftler war stets zugegen, freute sich über interessante Gespräche und gab bereitwillig Auskunft über Details. Schnitzereien von Harald Raufer und Holz in Verbindung mit Technik von Rainer Gehring zeigten auf, dass die Beschäftigung mit anderen Materialien neben dem Berufsleben eine wertvolle Ergänzung ist.
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Stefanie Waldvogel, Heinrich Graf und Maria Rohrer faszinierten mit Malerei. Während Maria Rohrer ein Bergdorf im Süden offerierte, präsentierte Heinrich Graf Masken und Gesichter, drei fantastische Bilder, in denen der Leidensweg seiner Frau dramatisch zum Ausdruck kam. Stefanie Waldvogel beeindruckte mit fotorealistischer Malerei. Arne Meister, der jüngste unter den Ausstellern, überraschte mit Cartoons, die der Zwölfjährige in seiner Freizeit leidenschaftlich zeichnet.
Genauigkeit in der Textilverarbeitung zeigte Elisabeth Demattio, Patchwork und Applikationen in feinster Technik wurden von den Besuchern bewundert. Cornelia Schallau, Thomas Schwörer, Paul Wangler und Gert Brichta zeigten Fotografien, Blumen, Blumenfelder, Tore und Türen sowie das Leben an der Côte d'Azur waren die Motive. Ausgefallen und zum Teil flippig sind die Lampen, die Hajo Kiefer aus Haushaltsgegenständen fertigt.
Farbenfroh und ausgefallen war die Vielfalt der ausgestellten Werke. Im Rahmen der Ausstellung wurde auch an das Wirken und Schaffen des gebürtigen Eisenbacher Künstlers Nikolaus Ganter anlässlich dessen 125. Todestages erinnert. Karl Meister stellte für die Vernissage eine Computerpräsentation zusammen, die das Lebenswerk des Autodidakten zusammenfasste. In Friedenweiler wirkte er als Ratsschreiber und malte mit Vorliebe nicht nur Uhrenschilder, sondern auch Dorfbilder und Sakralkunst. Meister suchte hierfür in den Archiven und präsentierte eine große Auswahl der Kunstwerke. Auch eine Tafel mit Werken Ganters wurde während der Ausstellung gezeigt.
Viele Eisenbacher nutzten das durchwachsene Wetter des Wochenendes, zeigten großes Interesse und nutzten die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen über die ausgestellten Werke zu diskutieren.
Autor: Heidrun Brichta


