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07. Februar 2012
Mit einem Knall in die fünfte Jahreszeit
Die Eisenbacher Bergmänner sprengen den Stollen und gestalten einen gelungenen Zunftabend.
EISENBACH. Einen großartigen Auftakt zur fünften Jahreszeit gestaltete die Bergmannszunft in Eisenbach mit ihrem Zunftabend in der Wolfwinkelhalle. In Strömen kam das närrische Volk farbenfroh kostümiert in die bunt dekorierte, der Musikverein spielte mit der kleinen Besetzung. Als Teufelchen präsentierte sich auch die neue Dorfschreiberin Joanna Maxellon.
Die Sprengung des Stollens eröffnete den Zunftabend, bei dem ein abwechslungsreiches Programm geboten wurde. Viele Tänze, darunter auch ein Auftritt der Stauseegarde aus Linach, boten optische Reize. Musikalisch betraten die Narrenräte Neuland und gestalteten eine Gesangsdarbietung mit einer Hymne auf den Narrenbaum. Aktiv zeigte sich der Narrenrat aber auch bei selbst produzierten Sketchen, "Sag die Wahrheit" oder "die zehn Dinge, die man an Fastnacht nicht tun sollte" hatten närrisches Potential. Höhepunkt des Abends war die Sonntags-Tour der Bergmannsfrauen, moderiert von Gitte Raufer als "Hansy Vogt". Klatsch und Tratsch aus dem örtlichen Geschehen wurden närrisch aufgearbeitet. All dies wurde eingebunden in eine volkstümliche Hitparade, bei der von Heino, Marianne und Michael bis hin zu Andrea Berg alle deutschen Stars auf der Bühne im Vollplayback sangen.
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Herzerfrischend waren die Anekdoten dazwischen, als von einem Musiker berichtet wurde, dem sein Klarinettenkoffer aus der Hand glitt, dieser auf der Straße landete und prompt überfahren wurde. Die Begebenheiten konzentrierten sich auf den Höchst, jenem Eisenbacher Zentrum mit Einkauf- und Flaniermeile, mit Großbanken und Parkanlage. Und da war noch die Frau aus dem Tempelacker, die in der Toilette eingesperrt war, da sich die Türklinke unglücklicherweise löste und sie erst nach langer Zeit vom Örtchen befreit werden konnte. Geschildert wurde aber auch das Phänomen eines sich permanent öffnenden und wieder schließenden Garagentores im Mösle. Des Rätsels Lösung war, dass die Fernbedienung des Garagentores versehentlich in der Waschmaschine gelandet war und durch die Drehbewegung der Waschmaschine in regelmäßigen Abständen den Befehl zum Öffnen des Garagentores ausgelöst wurde. Zu guter Letzt wurde an jene Frau aus den Harzerhäusern erinnert, die sich in Freiburg über einen freien Parkplatz freute und dort ihr Fahrzeug abstellte, welches sie jedoch nach mehreren Stunden Stadtbummel in Freiburg nicht mehr wiederfand. Erst ein Anruf bei der Polizei klärte das rätselhafte Verschwinden: Sie hatte im Einfahrtsbereich eines Parkhauses ihr Fahrzeug abgestellt. Das Auto wurde abgeschleppt und verwahrt.
Eisenbach erlebte einen stimmungsvollen Auftakt, ausgelassen und närrisch war nicht nur das Programm, sondern auch die Besucher, die den ersten Abend dieser Saison in vollen Zügen genossen.
Autor: Gert Brichta
